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Alt 2019-03-13, 09:11   #11 (permalink)
 
Benutzerbild von Lukas Ewald
 
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Zitat:
Apropos Rückflüge untersagen: Deadlines sind Deadlines. Die muss man nunmal einhalten, sonst will jeder und dauernd Ausnahmen. Da muss man auch als EASA strikt sein, Und das ist gut so.
Die Meldung ist mit Effective Date 12 March 2019, 19:00 UTC beschrieben. Das Dokument (die PDF) wurde laut Dokumenteneigenschaften am 12.3.2019 um 18:12:20s erstellt bzw. letztmalig verändert. Also eine Deadline mit einer Ankündigung von sagen wir mal 1-2h (was ja eher falsch ist, da durch Datumsvergleich = ~45 Minuten) Vorlauf zu schalten ist nicht so super - zu mal wie gesagt, die Flieger in der Luft scheinbar keine Probleme machen. Also die EASA hätte durchaus ein sofortiges Startverbot erteilen können (oder besser es irgendwie verklausulieren dass die Rückflüge zu den Homebases noch gehen), aber die Flieger in der Luft unverändert an ihr Ziel fliegen lassen können. Siehe dazu auch die Meinung von Mike..

Information und Download: https://ad.easa.europa.eu/ad/2019-0051-E
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Alt 2019-03-13, 17:15   #12 (permalink)
 
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Alt 2019-03-13, 18:14   #13 (permalink)
 
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Zitat:
Ich glaube es hätte auch gereicht wenn man erstmal alle starts der MAX verboten hätte. Denn Luftraum sofort zu sperren halte ich auch für überzogen.
Sinn macht diese Maßnahme ja wohl gar nicht, oder?
Die Sicherheitsmaßnahme soll die generelle Flugbewegung des Luftfahrzeuges unterbinden. Da man bei der EASA Gefahr in Verzug sah, nachdem man die Fakten evaluiert hat, hat man sich sofort zu einer AD entschieden.

Zitat:
Die Meldung ist mit Effective Date 12 March 2019, 19:00 UTC beschrieben. Das Dokument (die PDF) wurde laut Dokumenteneigenschaften am 12.3.2019 um 18:12:20s erstellt bzw. letztmalig verändert. Also eine Deadline mit einer Ankündigung von sagen wir mal 1-2h (was ja eher falsch ist, da durch Datumsvergleich = ~45 Minuten) Vorlauf zu schalten ist nicht so super - zu mal wie gesagt, die Flieger in der Luft scheinbar keine Probleme machen. Also die EASA hätte durchaus ein sofortiges Startverbot erteilen können (oder besser es irgendwie verklausulieren dass die Rückflüge zu den Homebases noch gehen), aber die Flieger in der Luft unverändert an ihr Ziel fliegen lassen können. Siehe dazu auch die Meinung von Mike..
Siehe Beitrag oben. Es geht hier nicht darum, dass ein Fuel Spar Valve an einer Boeing 757 defekt ist, sondern dass ein unkontrollierter Totalverlust der Steuerung und Kontrollbarkeit vermutet wird, der sich übrigens auch mit etlichen Safety Reports anderer Operator deckt.

Weiterhin dürfen alle Flugzeuge einen non-revenue flight mit bis zu 3 flight cycles (FC) fliegen um an eine Wartungsstation oder Homebase zu kommen.
Das ganze kann man als Operator mit dem State of Registry auch nachträglich noch, im Anschluss, über ein Permit-to-Fly klären.
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Alt 2019-03-13, 18:42   #14 (permalink)
 
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Und in Kanada sind die Fliescher nun auch gegrounded... Das dürfte den amerikanischen Airlines ja schon mehr weh tun, das gibt es bestimmt eine Menge Flüge nach Kanada.

@Alexander, Kanada hat aber gleichzeitig bekannt gegeben, dass die Flugzeuge, die jetzt aktuell währender der Bekanntgabe in kanadischem Airspace sind, ihre Flüge ans Ziel fliegen dürfen.

EDIT: Falls es wen interessiert, es gibt einen englischen Wikipedia-Artikel zu den MAX Groundings, wo die jeweiligen Länder und Airlines aufgelistet sind, welche die MAX Flugzeuge gegrounded haben. Außerdem gibt es eine Welt-Karte, wo man sehr schön sehen kann, wo die Flieger gebannt sind. https://en.wikipedia.org/wiki/2019_B...MAX_groundings

Marcel
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Geändert von Marcel Semelka (2019-03-13 um 18:50 Uhr)
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Alt 2019-03-13, 18:44   #15 (permalink)
 
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Interessant fände ich die Frage, inwiefern betroffene Fluggäste und Airlines Entschädigungen von Staatsseite für diese unplanbare Sofortmaßnahme einfordern können. Man versetze sich dazu mal in die Lage eines Fluggasts, der gestern in einer bereits in der Luft befindlichen 737 MAX während des Flugs erfahren durfte, dass er nicht wie geplant z.B. in Brüssel sondern vielleicht in Malta ankommen wird und dort dann vielleicht noch einen Tag auf einen Ersatzflug an sein eigentliches Ziel warten muss und dadurch Anschlussflüge etc. verpasst. Aus Fluggast-Sicht erscheint mir selbst ob der Gefahr eines Totalverlusts in der Climb-Phase die Verweigerung von jeglichen Landungen/Überflügen (nicht nur Landungen mit erhöhter Gefahr von Go-Arounds) doch etwas sehr überzogen. Üblicherweise müssten die Airlines für solche Ausfälle finanziell entschädigen (werden sie wohl auch hier in erster Instanz), aber dann handelt es sich i.d.R. auch entweder um Planungsfehler der Airline selbst oder um "höhere Gewalt" (z.B. Flugeinschränkungen durch Vulkanausbrüche oder unvorhergesehen extrem schlechtes Wetter).

Die Maschinen erstmal nicht mehr starten lassen - völlig zurecht. Nur noch Überführungsflüge ohne Passagiere erlauben - keine Ahnung was bringen soll; wenn die Maschine abstürzt kann am Boden immernoch jemand getroffen werden... ob PAX an Bord sind interessiert doch das Flugzeug nicht. Bereits im Flug befindliche Maschinen großflächig auf weit entfernte Ziele umleiten - meiner Meinung nach massiv überreagiert. Erst recht wenn die ja doch noch 3x abheben + landen dürfen, was bringt das dann?
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Geändert von Daniel Neugebauer (2019-03-13 um 18:48 Uhr)
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Alt 2019-03-13, 19:03   #16 (permalink)
 
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@Daniel, bei Flügen in der EU bzw. EU-Carrier mit EU-Ziel greift dort die umgangssprachlich genannte Fluggastrechte-VO (verspätete Ankunft am Zielort).

Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass man die ganze Situation als "Außergewöhnliche Umstände" bezeichnen kann, was die Haftung der Airline beschränkt.

Staatliche Entschädigung? Wieso? Ein Flug mit einer Airline ist ein Vertragsverhältnis zwischen Kunden und Unternehmen. Also muss auch da die Haftung gesucht werden.
Ob die Airlines in so einem Fall von den Staaten was erwarten kann, keine Ahnung.
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Alt 2019-03-13, 19:59   #17 (permalink)
 
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Zwischen Kunde und Airline schon, aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die Airlines danach ein Interesse dran haben, nicht völlig auf den Mehrkosten sitzen zu bleiben und den Verursacher der Störung (EASA) in Regress zu nehmen, schließlich wäre es ja durchaus noch machbar gewesen, die Maschinen am Bestimmungsort landen zu lassen. So wie das gestern lief scheint mir das etwas unverhältnismäßig zu sein, besonders in Hinblick auf die weitere Regelung, dass die Maschinen "leer" noch überführt werden dürfen.
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Daniel Neugebauer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2019-03-13, 20:18   #18 (permalink)
 
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Auch wenn jeder in der Hinsicht nicht der gleichen Meinung ist, aber die EASA handelt hier um die Sicherheit des Luftverkehrs zu erhöhen. Denen dürften die Mehrkosten oder finanzielle Verluste der Airlines ziemlich egal sein.

Wenn ich die EASA wäre, würde ich den Airlines über auch argumentieren, was für ein finanzieller, emotionaler und öffentlicher Verlust herschen dürfte, wenn eines ihrer voll besetzten Flugzeuge fatal verunglückt.

Aber wie gesagt, da mag jeder eine andere Meinung zu haben.

Es liegt leider in der Natur der Luftfahrt, dass um diese sicherer zu machen, erst Menschen verunglücken müssen. Hier sind 2 Maschinen in kürzester Zeit in ähnlichen Flugsituation fatal verunglückt. Gibt es ein Zusammenhang? Die Öffentlichkeit weiß das nocht nicht. Die Flugunfalluntersucher bestimmt auch noch nicht (vollständig). Aber ich bin der Überzeugung, dass wenn diese 2 Unfälle miteinander etwas zu tun haben, es genug Informationen für die Untersucher gibt um dies lückenlos aufzuklären.

Und bis dies geschehen ist oder man zumindest eindeutig erkennen kann, dass diese beiden Unfälle nichts miteinander zu tun haben, sollten diese Modelle auf dem Boden bleiben.

Meine Meinung
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Alt 2019-03-13, 20:54   #19 (permalink)
 
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Nun herrscht auch in den USA Flugverbot für die 737 Max

https://www.msn.com/de-de/nachrichte...BBqg6Q9http://
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Gruss
Harald



Nichts im Leben ist so hart wie meine Landungen.
Harald Grüter ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 2019-03-16, 01:55   #20 (permalink)
 
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Die USA haben Ferry Flüge (Positioning/Ferry) Flüge genehmigt. Scheinbar darf auch Boeing weiterhin Testflüge für Auslieferungsflieger machen.
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Gruß Timm Rehberg
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