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Hardware-Ecke Fragen bei Hardware-Problemen (Joystick, Grafikkarte, Soundkarte, usw.)

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Alt 2018-03-10, 15:38   #1 (permalink)
 
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Dann ist es wohl auch bei mir soweit... mein aktueller Rechner wurde 2010 gebaut, unglaublich, aber wahr.

Also, nehme gerne ein paar Empfehlungen an. Der Rechner ist für P3D und XP11 gedacht.
  • CPU: i7-8700 CPU Lohnt es sich, das "K" dazuzukaufen? Oder doch noch ein paar Wochen warten, weil eine neue CPU um die Ecke ist?
  • Mainboard: ASUS ROG STRIX Z370-F GAMING, Mainboard
    G-LAN Sound M.2 SATA3 USB3 - ist das übertrieben, ungeeignet? Was habt ihr so im Einsatz mit der geplanten CPU?
  • RAM: Corsair DIMM 16GB DDR4-3000 Kit, Arbeitsspeicher
    schwarz, CMK16GX4M2B3000C15, Vengeance Hier muss ich noch prüfen, ob der Speicher zum Mainboard passt, ist also nur vorläufig drin. Prinzipiell sollte der RAM aber so in Ordnung sein, oder? Habe extra darauf geachtet, zwei Riegel zu kaufen. Oder gleich auf 32GB raufgehen?
  • Festplatte: Samsung 960 EVO 500 GB, Solid State Drive
    M.2, PCIe 3.0 x4 dazu kommt noch eine Seagate 2GB HDD, die vor nicht langer Zeit im aktuellen Rechner verbaut wurde
  • Grafikkarte: Da tappe ich noch im Dunkeln. Ich vermute mal, dass ich da eine GTX1070 nehmen sollte, eine GTX1060 lohnt sich nicht, da die Zukunft ja gewissermassen morgen beginnt. Auf der anderen Seite lese ich hier bei einigen unserer Power-Tester, dass das Upgrade auf die 1070 fast gar nix gebracht hat. Die 1060er kann nur 6GB VRAM, die 1070er dafür 8GB. Ist das ein großer Unterschied, reicht mir doch die 1060er mit 6GB?
  • Gehäuse: Das Gehäuse habe ich hier schon bzw. will das aktuelle Teil weiter benutzen. Mein Midi-Tower hat ein ATX-Board drin, also sollte er auch mit den aktuellen Boards zurechtkommen, oder nicht?
  • Netzteil: Aktuell ist ein Corsair mit 750W verbaut. Behalten? Oder gibt es heute ganz andere Anschlüsse und ich muss ein aktuelles Modell kaufen?
Würde mich über ein Einschätzungen freuen. Wo werfe ich unnötig Geld raus, wo sollte ich mehr investieren?
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Alt 2018-03-10, 16:27   #2 (permalink)
 
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Bei mir steht gerade dasselbe Thema an. Allerdings muss der Rechner bei mir eine 220-Grad-Sicht rechnen können, was die Anforderungen etwas in die Höhe treibt. Dafür ist Project Airbus/JeeHell lange nicht so leistungshungrig wie ein Aerosoft/FSL/PMDG.
8700er ist sicher die richtige Wahl. „k“, wenn Du übertakten willst, bei mir ein Muss. Nach dem, was ich gelesen habe, ist es bis zu den neuen 10nm- CPUs von Intel noch lange hin. Außerdem ist auch die Rede davon, dass die Taktrate eher herabgesetzt werden soll (ich denke, zu Gunsten von mehr Kernen), was für die FSX-Architektur, und P3D ist ja immer noch ein Abkömmling davon, nicht von Vorteil sein könnte.
RAM: Mir wurde zu G-Skill geraten, habe aber bisher auch Corsair Vengeance und bin sehr zufrieden damit. 3000er ist schon fix, obwohl da schon noch mehr geht, kost aber auch... Man soll bei gegebener Frequenz auf niedrigen CL-Wert (Latenz) achten. Ich werde wohl auch erst mal nur 16GB reinbauen, aber für XP11, mit dem ich nur ganz wenig Erfahrung habe, sind an anderer Stelle 32 GB angeraten worden. Da ich 3866er RAM nehmen will, liebäugele ich mit dem Maximus APEX MB, hat zwar nur zwei RAM-Slots, soll aber gerade deshalb stabiler sein. Passt aber nur in einen Big Tower.
Graka ist bei mir aus o.a. Gründen ein Sonderfall und kaum vergleichbar.
Samsung 960er M.2 nehm ich auch.
750 Watt sollten reichen, solange Du keinen SLI-Verbund herstellst (mach ich auch nicht). Anschlüsse kommt drauf an, wie alt Dein Teil ist. SATA Stromanschlüsse sind schon nötig, aber es gibt auch Adapter 1x4 auf 1x15. Für die Graka brauchst Du PCIe-Stecker, auch dafür gibts Adapter. Ob das dann bei anderen Vorteilen eines neuen NT noch lohnt, ist eine andere Frage.
Wenn Dein Gehäuse genügend Kühlung bietet, sicher o.k. Wenn Du nicht übertaktest, sicher kein Problem. Wie kühlst Du? Mein i7 4790k im „Alten“ rennt mit einem Noctua NH-D15 locker 4,5 Gig. Jetzt kommt bei mir aber eine 360mm AiO Wakü von BeQuiet rein. Mit einer WaKü sollte das Gehäuse für die CPU-Kühlung nicht mehr ins Gewicht fallen.
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Geändert von Rainer Jurczyk (2018-03-10 um 23:32 Uhr) Grund: M.2 übersehen
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Alt 2018-03-10, 19:27   #3 (permalink)
 
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Hm, die CPU hat zwar 6 Kerne aber dafür nur noch einen Takt von 3,2GHz. Mein i7-4790K ist zwar inzwischen schon etwas betagter aber trotz seiner höheren 4GHz (bei 4 Kernen) der Grund fürs Geruckel in P3D. Gefühlt bringen mehr Kerne in Flugsimulatoren fast gar nichts, viel wichtiger ist immer ein hoher Takt - ist das bei den aktuellen CPUs inzwischen widerlegt oder sollten die 3,2GHz in dem Fall reichen? Den "Turbo"-Takt von 4.6GHz kannst Du in aktuellen Simulatoren jedenfalls nicht erreichen, weil alle Kerne in etwa gleich ausgelastet werden. "Turbo" geht immer nur einige Kerne ungenutzt brach liegen und deshalb im Gegenzug vom System runtergetaktet werden können.

Allgemein weiß ich nicht ob man bei Prozessoren momentan lieber auf eine Generation warten sollte, welche die neuen als Workaround für Meltdown & Spectre eingeführten Instruktionen von sich aus richtig in Hardware gegossen ausführen kann? Die Situation ist nicht wirklich übersichtlich aber ich meine gelesen zu haben, dass die durch Microcode-Updates nachgerüstete Implementierung dieser Instruktionen ziemlich unperformant sein soll. Ob und wie sich das allerdings auf Simulatoren auswirkt...?

RAM kann man nie genug haben. 16GB könnten bei einem voll bestückten X-Plane evtl. erreicht werden, mit 32 wärst Du auf jeden Fall sicher.

DDR4-3000 scheint aber die CPU eigentlich nicht zu können? Im Datenblatt ist die Rede von maximal DDR4-2666?

Beim Gehäuse achte auf jeden Fall darauf, dass die Grafikkarte noch rein passt, das könnte bei einer 1070 eng werden. Ich hatte mir im Dezember 2016 dafür extra noch ein neues geholt (anidees AI-7B ATX-Cube). Im alten Gehäuse hätte ich den Festplatten-Käfig ausbauen müssen, die Karte hätte dort hineingeragt...

Von der Leistung her sollte das Netzteil locker reichen, gebraucht wird vermutlich viel weniger. Anschlüsse für Grafikkarten scheint das Netzteil ja auch sehr viele zu haben, von den Steckern sollte es bei der Grafikkarte denke ich keine Probleme geben. Schau aber zur Sicherheit nochmal im Handbuch des Mainboards, dass auch die CPU-Stecker (P4/P8) da sind und passen. Das Netzteil würde ich ansonsten nur "routinemäßig" tauschen, wenn es schon sehr viele Betriebsstunden hinter sich hätte, einfach nur damit es nicht im nagelneuen Rechner anfängt irgendwelche Probleme zu produzieren.
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Daniel Neugebauer ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 2018-03-10, 19:52   #4 (permalink)
 
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Andreas das was du willst habe ich mir gegönnt.
Ich würde auf jeden Fall einen K nehmen. Meiner läuft unter Luft mit 5GHZ und da ist noch reichlich Luft nach oben.
Ich würde auf jedenfall für Xplane 32GB Ram nehmen.
Meine 1080 ist teilweise schon im Grenzbereich bei drei Monitoren.
Ich glaube nicht das die Preise für Grafikkarten die nächste Zeit sinken.Ich würde heute eine 1080TI kaufen ,mit der Konfik bist du die nächsten Jahre safe.

Gruß Mike
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Mein Rechner: I7 8700k 5GHZ 16GB RAM GTX1080 3 Monitore 27Zoll im Surround.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten und bekommt keinen Finderlohn.
Mike Unterholzner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2018-03-10, 21:07   #5 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Daniel Neugebauer Beitrag anzeigen
Allgemein weiß ich nicht ob man bei Prozessoren momentan lieber auf eine Generation warten sollte, welche die neuen als Workaround für Meltdown & Spectre eingeführten Instruktionen von sich aus richtig in Hardware gegossen ausführen kann? Die Situation ist nicht wirklich übersichtlich aber ich meine gelesen zu haben, dass die durch Microcode-Updates nachgerüstete Implementierung dieser Instruktionen ziemlich unperformant sein soll. Ob und wie sich das allerdings auf Simulatoren auswirkt...?
Der Perfornance-Einbruch nach Microcode-Update macht sich leider schon im Normalbetrieb recht bemerkbar. Den in ersten Pressekonferenzen angekündigten 5% stehen offenbar 20% in der Praxis gegenüber - und das ist dann leider diesseits der Wahrnehmungsgrenze. Für den Simulatorbetrieb würde ich da eher mehr als weniger Einbußen erwarten.

Entsprechend würde ich derzeit in keine neue CPU investieren sondern auf die bereinigte Generation warten.
Jens Knickmeyer ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 2018-03-10, 22:08   #6 (permalink)
 
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Herzlichen Dank für eure Rückmeldungen!

Wegen dem RAM: In der Tat kann die CPU "nur" 2666er-Speicher. Warum kaufen die Leute dann trotzdem 3000er? Der 8700K kann laut Datenblatt auch nur 2666!?

Gehäuse: Aktuell habe ich dieses Teil von AeroCool im Einsatz, ob das zu klein/schmal ist?

Die CPU scheint also ein heisses Eisen zu sein. Ich lese gerade zum ersten Mal davon, dass es da ein Problem gibt und der Fix es nicht wirklich verbessert hat. Gut zu wissen und vielleicht doch ein triftiger Grund, noch ein paar Monate mit der Anschaffung zu warten? Will mir ja keine CPU anschaffen, die ich in einem Jahr wieder ersetzen muss. Oder wie dramatisch ist das?
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Alt 2018-03-10, 22:28   #7 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Andreas Fuchs Beitrag anzeigen
...
Wegen dem RAM: In der Tat kann die CPU "nur" 2666er-Speicher. Warum kaufen die Leute dann trotzdem 3000er? Der 8700K kann laut Datenblatt auch nur 2666!?...
War doch schon immer so. Die offizielle RAM-Freigabe war immer auf der gaaaaaaaaaaaanz sicheren Seite.
http://extreme.pcgameshardware.de/ma...-i7-8700k.html
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Alt 2018-03-10, 22:52   #8 (permalink)
 
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Interessant Muss mal meinen Flugzeughersteller fragen, ob das für deren Limits auch gilt!!
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Alt 2018-03-10, 23:04   #9 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Andreas Fuchs Beitrag anzeigen
Interessant Muss mal meinen Flugzeughersteller fragen, ob das für deren Limits auch gilt!!
I hope so ...
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Alt 2018-03-11, 01:19   #10 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Rainer Jurczyk Beitrag anzeigen
Mein 4790k war nur bis DDR3 1600/1,5V freigegeben, mit 2133/1,65V habe ich trotzdem nie Probleme gehabt.
Naja, funktionieren wird der Speicher, aber die CPU kann halt trotzdem nicht in voller Geschwindigkeit damit sprechen? Je nachdem wie die Preise grad liegen wirft man dann halt unnütz Geld zum Fenster raus?

Zitat:
Zitat von Andreas Fuchs Beitrag anzeigen
Gehäuse: Aktuell habe ich dieses Teil von AeroCool im Einsatz, ob das zu klein/schmal ist?
Ja, das sieht wie die typische alte Bauform aus, da passen zumindest die 2016er 1070 dank ihrer Überlänge meistens nicht rein. Bei den neueren muss man dann schon wieder fast drauf achten, dass auch die Tiefe stimmt, sonst kann es da zu Problemen kommen wenn die Karte ihre Stromstecker blöd in der Tiefe geführt haben möchte. Bei aktuellen Gehäusen findest Du i.d.R. sowohl eine Angabe für die maximale Kartenlänge als auch die Lüftertiefe (lässt sich fast 1:1 auf die Kartentiefe übertragen).

Zitat:
Die CPU scheint also ein heisses Eisen zu sein. Ich lese gerade zum ersten Mal davon, dass es da ein Problem gibt und der Fix es nicht wirklich verbessert hat. Gut zu wissen und vielleicht doch ein triftiger Grund, noch ein paar Monate mit der Anschaffung zu warten? Will mir ja keine CPU anschaffen, die ich in einem Jahr wieder ersetzen muss. Oder wie dramatisch ist das?
Das Schlimmste ist, dass die Fixes nach wie vor nicht wirklich da sind. Das Problem in drei Sätzen zusammengefasst: Die Architektur "moderner" CPUs (ab Mitte der 90er) führt Code nicht mehr strikt 1:1 so wie programmiert aus, sondern greift der eigentlichen Ablaufreihenfolge während langsamerer Instruktionen schonmal "spekulativ" vor, um dann für diese wahrscheinlichen Ausführungspfade schneller die Antworten parat zu haben. Dabei überspringt die CPU auch sicherheitsrelevante Prüfungen im Code (z.B.: Darf das gerade laufende Programm auf den Speicherbereich wirklich zugreifen?). Die Prüfungen werden zwar nachgeholt, da aber der Cache nicht komplett zurückgesetzt wird, verrät die CPU durch unterschiedlich schnelles Antwortverhalten auf bestimmte Fragen mit geringer Datenrate die Inhalte frei wählbarer Speicherbereiche. Das ist ein architektonisches Konzeptproblem, das schon immer da war, aber erst seit einigen Jahren sind die CPUs so schnell und zeitlich genau, dass ein solcher Angriff praktisch machbar ist. Das wurde irgendwie zu lange übersehen...

Risiko bei Flugsimulation: Nahe null. Zumal eh vielzuviel mit Adminrechten laufen muss wegen Shared Memory.

Risiko bei Desktop-/Internetbetrieb: Sehr schlecht abzuschätzen; kann aber zum Aushebeln von Schutzmechanismen (Speicherverwürflung etc.) und damit u.a. zur Erleichterung von Angriffen genutzt werden, daher im Zweifelsfall hoch. Über Browser ausnutzbar.

Die Fixes bestehen aus mehreren Teilen:
  1. die Betriebssysteme und interpretierende Programme (wie z.B. Browser) werden so angepasst, dass sie auf Maschinencode-Ebene so verkompliziert laufen sollten, dass die bekanntgewordenen Timer-Angriffe erschwert werden sollen (funktioniert nicht so super)
  2. die CPU-Hersteller rüsten (sofern möglich, bei Intel klappts wohl) per Microcode-Updates (per BIOS oder Betriebssystemupdate) 3 neue Instruktionen nach, um den Cache wo erforderlich mit "Barrieren" zu versehen
  3. Betriebssysteme und Programme beginnen die neuen Instruktionen zu verwenden

Aktuell kommt leider Intel nicht so richtig mit den Microcode-Updates hinterher, sobald die dann mal stehen sollen sie aber über die üblichen Update-Mechanismen verteilt werden. Theoretisch wird dann alles das spürbar ausgebremst, was über Prozessgrenzen hinweg auf viel Speicher zugreift (d.h. Flusi mit Shared Memory relativ stark?) oder was sehr viel schnelle Speicherzugriffe produziert (z.B. Flusi beim Laden von SSD; bei Datenbanksystemen gab es Benchmarks die glaube ich 60% Performanceeinbußen beim Laden von besonders schnellen SSD angezeigt haben).

Bei einem reinen Flusi-PC könnte man eigentlich auf diese Updates verzichten, sofern man wirklich nie was anderes damit tut. Unter Windows & Mac wird man aber irgendwann richtigerweise zwangsbeglückt werden. Bei Linux wäre man in der Lage, sich diesen Korrekturen zu verweigern, aber leider ist das ja keine richtige Alternative für die Flugsimulation (zuviele Windows-/Mac-only Addons & Simulatoren).

Amüsant an dem Problem finde ich immernoch, dass ich anno 2009 in der Uni saß und mir dachte "boah, das klingt ganz schön fehleranfällig", als ich davon hörte, wie diese Out-of-Order-Ausführung in der CPU funktioniert. Hätte nur die Idee gefehlt, mal eine Timing-Attacke auf das Cache-Verhalten neben dieser Optimierung durchzuführen, das wär dann bereits die im Januar so hochgekochte Lücke gewesen...
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Geändert von Daniel Neugebauer (2018-03-11 um 01:23 Uhr)
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