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Luftfahrt Allgemeine Infos und Plauderei rund um die Luftfahrt.

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Alt 2008-10-08, 23:08   #11 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Marcel Feldweg Beitrag anzeigen
Der Airport ist sehr hoch gelegen, glaub der höchste der welt (korrigiert mich) , die Runway ist 200 meter lang und direkt am ende ein Berg...durchstarten kann da seeeehr schwer werden.
Lukla ist nicht der höchste Airport. Selbst Quito (SEQU) ist höher gelegen und da fliegen selbst Heavies hin. Dafür hat Quito eine > 4 km lange Bahn. Der Höchste kommerzielle Flughafen ist Bangdain in Tibet mit 14494 Fuß. Und selbst dort kann die B757 hin fliegen!
Mark Foti ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 2008-10-09, 00:55   #12 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Marcel Feldweg Beitrag anzeigen
Der Airport ist sehr hoch gelegen, glaub der höchste der welt (korrigiert mich) , die Runway ist 200 meter lang und direkt am ende ein Berg...durchstarten kann da seeeehr schwer werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lukla_Airport
... die Infos wurden heute / vorhin sogar aktualisiert!
Das eigentlich "eklige" an Luka ist die rel. steile Piste, die schon bei guten Verhältnissen sehr schwer anfliegbar ist.

edit: in Englisch natürlich auch informativ: http://en.wikipedia.org/wiki/Lukla_Airport

Gruß,
Gunnar
Gunnar Timm ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 2008-10-09, 01:50   #13 (permalink)
 
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Wie schön das wir sogar Leute von der BFU hier haben.

Lautgedacht:

" Wieso halten sich manche Forum Nutzer nicht einfach zurück, wenn sie von bestimmten Sachen nicht sehr viel Ahnung haben. "
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greetz Sergej Wolf
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Alt 2008-10-09, 02:34   #14 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Mark Foti Beitrag anzeigen
Der Höchste kommerzielle Flughafen ist Bangdain in Tibet mit 14494 Fuß. Und selbst dort kann die B757 hin fliegen!
Was heist den "...selbst dort..."?! Ich denke mal einer B757 fällt es leichter auf 15000ft zu steigen und dort zu landen als eine Twin Otter oder Do-228
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Meine Meinung steht!
Verwirrt mich nicht mit Tatsachen.



Philipp Wehrle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2008-10-09, 08:54   #15 (permalink)
 
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Ich bin ja kein Pilot und vielleicht gerade deswegen erstaunt, dass dort im Nebel gelandet werden darf. Das ist ja eine fahrlässige Tötung.- Der Pilot sollte lebenslänglich bekommen?

Ein Meter zu tief und man kracht in den Abhang. Zwei Meter höher und man kann am Pistenende nicht mehr abbremsen...

Bis wenige Meter vor der Piste wird der QNH wohl verwendet werden. Ev. sogar zusammen mit einer NAV Kreuzpeilung. Das sollte bei Nebel dann auch der Durchstartpunkt sein.-

Szenerien
PS: Hat jemand eine Lukla Szenerie zum tauschen etc.?
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Geändert von Michael Sgier (2008-10-09 um 09:21 Uhr)
Michael Sgier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2008-10-09, 09:20   #16 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Philipp Wehrle Beitrag anzeigen
Was heist den "...selbst dort..."?! Ich denke mal einer B757 fällt es leichter auf 15000ft zu steigen und dort zu landen als eine Twin Otter oder Do-228
Turboprops haben in der Regel viel kürzere Startrollstrecken als Jets. Oder würdest Du mit einer B757 in Lukla landen wollen? Eine Twotter oder eine Do muss nicht auf ~ 140 kIAS beschleunigen, um abzuheben. In dieser Höhe ist die Groundspeed wesentlich höher als die kIAS, sodass die Höchstgeschwindigkeit der Reifen auch eine große Rolle spielt. Grobe Schätzung: 140 kIAS @ 15000 dürften über 210 kts Groundspeed sein. Und das muss bei einem Triebwerksausfall bei V1 auch abgebremst werden. Das gleiche gilt natürlich auch bei der Landung.

@Michael:

Du verurteilst die Besatzung noch bevor überhaupt jemandem klar ist, was eigentlich passiert ist. Siehe Posting von Sergej
Mark Foti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2008-10-09, 09:32   #17 (permalink)
 
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Nebel

Video kurz nach dem Unfall.
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Alt 2008-10-09, 15:50   #18 (permalink)
 
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Nee Leute,

das kann ja wohl nicht wahr sein. Ihr sitzt hier mehrere tausend Kilometer entfernt, mehr oder weniger im Flachland und Ihr maßt Euch an, aufgrund von ein paar Pressemitteilungen und einem Film von schlechter Qualität über einen Piloten zu richten?

Lukla, ohne das ich je dort war, ist doch nun wirklich ein Flugplatz, der mit denen in unseren Breiten bei weitem nicht zu vergleichen ist. Fliegen im Himalaya ist Fliegen am Limit (....und darüber hinaus)
Ich habe irgendwo einmal gelesen, daß es sehr weit vor der „Schwelle“ einen „Point of no Return“ gibt. Ist dieser erst einmal überschritten, muß - bedingt durch die Topographie (Das Tal verengt sich nach Lukla hin) - auf jeden Fall(!) gelandet werden - selbst dann wenn plötzlich eine Nebelschwade über den Platz zieht.
Hinter dem Platz geht es steil nach oben, so dass ein Durchstarten nicht möglich ist. Mit anderen Worten. Einen zweiten Versuch gibt es nicht.

Dazu kommen die in Gebirgen üblichen extremen Wetterphänomene. Es ist durchaus üblich das innerhalb von wenigen Minuten, daß Wetter komplett umschlägt. Von sonnig mild bis eiskalt neblig und anders herum. Von den starken Auf und Abwinden will ich gar nicht schreiben. Ich bin kein Meteorologe, daher können dies andere sicherlich besser erklären.

Wenn man das bedenkt, ist es doch erstaunlich wie wenig bisher passiert ist. Das zeugt doch von einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein und fliegerischem Können. Dafür gebührt der Airline und deren Piloten eigentlich nur Respekt. Solche Vorverurteilungen wie hier im Forum sind daher völlig fehl am Platz.

My 2cents
Carsten
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"..... mit dem Fahrrad nicht in den ersten Wagen!!!!!"

Geändert von Carsten Mattner (2008-10-09 um 15:55 Uhr)
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Alt 2008-10-09, 16:44   #19 (permalink)
 
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Hier mal ein Zitat von Urs Wildermuth aus dem Flightforum, er kennt sich in Lukla ein wenig besser aus als wir, denke ich mal:
Zitat:
Hallo zusammen,

die Meldungen über den Unfall waren zunächst ziemlich verwirrend, allerdings kristallisiert sich nach gut 24 Stunden ein recht einheitliches Bild heraus.

Yeti Air operierte an diesem Morgen total 3 Flüge ziemlich eng hintereinander zeitlich. Die ersten beiden Flugzeuge landeten problemlos, die Sicht war gut. Der dritte Flieger war bereits im kurzen Endanflug, als eine Nebelbank die Sicht versperrte, offenbar war diese sehr lokal und dünn, da Leute von der Höhe des Tarmacs oben den Flieger noch gesehen hatten, bis vor dem Aufschlag. Danach muss die Besatzung urplötzlich und ohne Vorwarnung die Sicht auf die Bahn verloren haben. Und das ist in Lukla extrem gefährlich, denn zu diesem Zeitpunkt ist ein Go Around nicht mehr möglich.

Ein Pilot, der als Pax schon einige Male in Lukla war und mir damals auch beim Schreiben meiner Lukla Geschichten einiges sagen konnte, sagte mir gestern, dass derartig schnelle Veränderungen sehr ungewöhnlich sind. Wenn Wolken im Bereich der Piste sind, fliegt dort keiner an. Wie auch immer das passiert ist, es muss sehr schnell und überraschend für die Crew gewesen sein. Was auch eine Vermutung war, die gestern geäussert wurde ist, dass die dünne Nebelschicht aus dem Anflug heraus transparent und allenfalls gar nicht sichtbar war, wie dies manchmal auch im Flachland passiert. Man sieht bis kurz vor dem Aufsetzen die Bahn und hat dann 200 m am Boden. Bei einem normalen Flugplatz ist das zwar auch problematisch, kann aber mit einem Go Around schnell behoben werden. In Lukla geht das nicht, und genau das ist das Problem.

Dementsprechend kann ich den Unfall nachvollziehen. Lukla ist ein ungewöhlicher Flugplatz, aber die Leute die dort oben fliegen und Tag für Tag eine sichere Operation machen, kennen die Verhältnisse und den Platz gut. Daher sehe ich nicht, das Lukla viel gefährlicher ist wie andere Plätze, die man wegen ihrer "Normalität" vielleicht mit mehr Routine und weniger Aufmerksamkeit anfliegt. In diesem Fall jedoch kamen offenbar Bedingungen zustande, bei der auch diese Profis nichts mehr ausrichten konnten.

Ich kenne die betroffenen Leute nicht, dennoch macht mich der Unfall betroffen, da ich mich mit dem Platz intensiv beschäftigt habe. Auch nach dem Unfall möchte ich gern mal dort hin. Fliegen im Himalaya ist eine Operation jenseits gewisser Grenzen, sie wäre im überregulierten Europa wahrscheinlich gar nicht möglich (ausser in Frankreich, wo es ja vergleichbare Flugplätze gibt). Leider ist eine Konsequenz solcher Grenzoperationen die Tatsache, dass es Unfälle geben kann und deren Wahrscheinlichkeit etwas höher ist als anderen Ortes. Dass es gleich so extrem rauskommen muss, ist aber keinesfalls sicher. Mishaps gab es schon viele dort, bisher aber nur einen schweren Unfall (vor einigen Jahren).

Was mir aber auffiel ist, dass es offenbar 2 Stunden dauerte, das Feuer zu löschen. DAS dürfte auf auch auf einem Flugplatz wie diesem nicht passieren. Es stellt sich hier die Frage, ob hier die Feuerbekämpfungsmittel ausreichend sind. Auch in der Höhe kann ein Unimog oder vergleichbares Gerät mit ausreichend Löschkapazität operieren. Das, denke ich, sollte dort oben eine Selbstverständlichkeit sein. Hoffe, dass dieser Zustand sich ändert als Konsequenz dieses Unfalls.
__________________
Wer Schreibfehler findet darf sie behalten!

Gruss, Andreas
VATSIM Supervisor
Andreas Fuchs ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2008-10-09, 18:13   #20 (permalink)
 
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Vielen Dank für das Zitieren eines Beitrages von Urs Wildermuth.

Ich habe früher seine Artikel nahezu verschlungen. Kann gut sein, daß ich mir mein Halbwissen über Lukla aus einem seiner damaligen Berichte angeeignet habe.

Dennoch, auch er sollte Berufsgruppen nicht leichtfertig vorverurteilen. Vielleicht gibt es eine ganze plausible Erklärung warum die Rettungs- und Bergungskräfte zwei Stunden für "DAS" Löschen des Feuers gebraucht haben.

Aber ansonsten, wie immer brillant analysiert! Wo soll ich unterschreiben?

Gruß
Carsten


P.S.: Was macht der Herr Wildermuth eigentlich so. Ist er irgendwo noch journalistisch tätig?
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