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| Luftfahrt Allgemeine Infos und Plauderei rund um die Luftfahrt. |
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| | #1 (permalink) |
| Registriert seit: 2002-06-25 Ort: ETSE Alter: 45
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Servus Kollegen, der offizielle Untersuchungsbericht zum Crash des Rettungshubschraubers Christoph 51 im September 2005 ist da: http://www.bfu-web.de/cln_010/nn_415...o%C3%9Fler.pdf |
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| | #2 (permalink) |
| Registriert seit: 2004-07-11
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| Mmmhhh ….harter Tobak. Besonders die Sache mit der Selbstanästhesierung! Schlimm genug das es 4 Tote gegeben hat. Aber dazu kommt noch der bittere Beigeschmack, daß der Pilot keine Aussagen zu seiner Verteidigung und Entlastung machen kann. Was bleibt ist das Bild eines überforderten (zu viele Nebentätigkeiten) und verantwortungslosen (Medikamentenkonsum) Workaholicers (arbeitete auch in der Freizeit). In jeder Hinsicht tragisch.
__________________ "..... mit dem Fahrrad nicht in den ersten Wagen!!!!!" |
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| | #3 (permalink) | |
| Registriert seit: 2002-06-04 Ort: D 88471 Laupheim Alter: 73
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| Zitat:
- Vorhersage Broken 2000 ft für den Flughafen Stuttgart bedeutet für mich, dass am berüchtigten Albaufstieg durchaus einzelne Wolken "gehangen" sein könnten. BKN = Broken = Stark bewölkt / 5 - 7 Achtel bedeckt. Auf diese Möglichkeit wurde in der Untersuchung nicht eingegangen. Die Aussage einer Polizeihubschrauberbesatzung wäre IMHO nur dann ein schlagender Beweis, wenn diese sich zum selben Zeitpunkt in Unfallnähe befunden hätte. Wie es zu der kategorischen Folgerung kommt, der Berg sei frei von Wolken gewesen, wird nicht angeführt. Vielmehr sollen mehrere Zeugen die vorhergesagte Wetterlage bestätigt haben. - Elektrisiert hat mich der Unfallort "Bossler". Dieser liegt an der Autobahn A8 Auffahrt Aichelberg in Fahrtrichtung München rechts der bergansteigenden Autobahn (siehe Foto letzte Seite des Berichts) am Albaufstieg. Der Bossler ist geradezu ein Todesberg für die Fliegerei. Vermutlich hat er schon in der Vorkriegs- und Kriegszeit Opfer gefordert. Anfang der 50er-Jahre zerschellte dort eine 4motorige B29; wir Jungs besorgten uns dort später kleine Wracküberbleibsel für die Bude, bis mein Vater sagte "das macht man nicht". Neben zahlreichen Privatflugzeugen flogen auch 2 Jets in Formation dort in den Berg. Es gab darüber eine Aufstellung. Leider weiss ich nicht mehr, wo ich das gelesen hatte - kann sein in den Flugsicherheitsmitteilungen der Bundeswehr. Jedenfalls war stets die plötzlich wegbleibende Sicht beim Terrainanstieg die Unfallursache. Und jetzt dieser Hubschrauber! Übrigens sind 6000 Flugstunden auf Hubschraubern sehr viel - solche Stunden sind anders zu bewerten als Flugstunden auf IFR-Verkehrsflugzeugen. Zum möglichen Einschlafen des Piloten fällt mir ein, dass wir (P, CP) nach einem Manöver vom Gefechtsstanddienst übernächtigt eine Bell UH1D nachhause flogen und in brütender Sommerhitze und der sanften rhytmischen Unwucht des Rotor beide kurzzeitig in einen Sekundenschlaf gefallen waren.... Was auch immer im vorliegenden Fall ursächlich war, Medikamente, Schlaf oder wegbrechende Sicht - es ist für alle Beteiligten und ihre Angehörigen eine furchtbare Katastrophe. Die geforderten Massnahmen tragen auf jeden Fall dazu bei, die Flugsicherheit zu erhöhen. Verzeihung, wenn ich mal wieder zu viel raus gelassen habe, aber immer bei solchen Flugunfällen kommt hoch, was ich in Jahrzehnten da alles sehen musste.
__________________ always three greens - Horst ETHL (mil. Laupheim) Geändert von Horst Kehr (2007-08-30 um 23:38 Uhr) | |
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