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Alt 2006-11-15, 17:43   #1 (permalink)
 
Benutzerbild von Thomas Armer
 
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Standard Newbie-Frage: Pilotentausch zwischen den Airlines?

Hallo zusammen,

wie ist das eigentlich - tauschen die Airlines die Piloten mit ihren angeschlossenen Partner-Airlines aus (zB Air Berlin / Hapagfly / HLX / DBA) oder bleiben die Piloten fest bei ihrer Firma?
Meine, ob zB ein Air-Berlin-Pilot seine Kiste abstellt und dann mit einer Hapagfly weiterfliegt ... Hoffe ich hab mich verständlich ausgedrückt!
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Grüße aus der Einflugschneise von EDDM!

TOMMY

Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!
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Alt 2006-11-15, 17:56   #2 (permalink)
 
Benutzerbild von Carsten Mattner
 
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Zitat:
ein Air-Berlin-Pilot seine Kiste abstellt und dann mit einer Hapagfly weiterfliegt
das wohl nicht, denn schon der Tausch von Piloten zwischen konzerneigenen Fluggesellschaften ist mehr als schwierig (z.B. Condor-Lufthansa oder HLX-HapagFly). Meist liegt es an den unterschiedliche Tarifverträgen (Haustarif), die soetwas ausschliessen.

Etwas weniger schwierig ist das komplette "Anmieten eines Flugzeuges nebst Crew" (WET-LEASING). Dann fliegt z.B. ein GERMANIA-Pilot für eine andere Fluggesellschaft (z.B. Air Berlin oder Dba).

Wobei die Betonung auf "Etwas" liegt. Bei der Airline bei der ich jahrelang beschäftigt war (Bodenpersonal, also nichts besonderes), wurden B767 komplett mit Crew aus Australien angemietet. Nachdem die Verträge eine Laufzeit von mehreren Jahren hatten, stiegen die Gewerkschaften der Geschäftsleitung dann aber "aufs Dach". Im Rahmen einer Steikaktion wurden die Maschinen der Fremdfirma einfach nicht abgefertigt .

Gruß
Carsten
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Geändert von Carsten Mattner (2006-11-15 um 18:00 Uhr)
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Alt 2006-11-15, 23:38   #3 (permalink)
 
Benutzerbild von Heber Ferraz-Leite
 
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Es gibt mindestens zwei weitere Gründe warum das nicht gemacht wird:

- Unterschiedliche Kompanie Prozeduren

Manche der Prozeduren sind von Luftgesellschaft zu Luftgesellschaft unterschiedlich. Damit meine ich die Arbeitsteilung im Cockpit zwischen "Pilot Flying" und "Pilot Not Flying". Ein Kapitän und ein First Officer die einander gerade kennengelernt haben können deshalb effizient miteinander fliegen, weil sie alle Prozeduren auswendig kennen und jeder genau weiss was er wann zu tun hat. Wenn man Crews aus unterschiedlichen Firmen mischt könnten hier kritische Missverständnisse entstehen.

- Unterschiedliche Ausstattung der Flieger

Ein und das selbe Modell wird von unterschiedlichen Firmen mit anderer Ausstattung bestellt. Somit ist z.B. ein 737-500 Cockpit bei Lufthansa nicht ganz gleich einem 737-500 Cockpit bei - was weiss ich - United. Wenn man Piloten zwischen Firmen austauscht würde dies eventuell zu Problemen führen wenn ein Schalter z.B. nicht dort ist wo erwartet.

Manchmal werden Piloten tatsächlich "geleast" ... aber es gibt immer eine Umschulung dabei, und der Pilot fliegt dann für eine gewisse Zeit nur für die andere Firma.

lG,

Heber
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Alt 2006-11-16, 00:35   #4 (permalink)
 
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Moin,
bei Hapag ist das so, dass HLX eine Firma ist, die lediglich um die 18 Mitarbeiter hat. Das Material und das restliche Personal kommt von HLF.
Also als Pilot bei HLF fliegt man automatisch bei HLX fürs gleiche Gehalt.
Der einzige Unterschied ist, dass auch die Piloten auf einem HLX-Flug kein Essen bekommen, sondern es sich wie die Paxe kaufen müssen.

MfG
Gregor
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Gregor Deister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2006-11-16, 01:18   #5 (permalink)
 
Benutzerbild von Carsten Mattner
 
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Zitat:
Also als Pilot bei HLF fliegt man automatisch bei HLX fürs gleiche Gehalt.

..... nun gerade die TUI und Ihre Flugtöchter sind das beste Beispiel dafür, wie schwierig es ist Piloten innerhalb eines Konzerns "herumzureichen".

Die Querlen um die Austauschbarkeit von HLX und HLF Crews war lang und ermüdend. Erst in diesem Jahr kam es zur Einigung (nach fast 4jährigen Verhandlungen!). Bis dahin war ein Vermischung nicht möglich. Der HLF-Pilot flog HLF-Maschinen, der HLX-Pilot flog nur HLX-Maschinen.

Zitat:
Der Flugbereichsvorstand Christoph Müller, der seit Anfang des Jahres bei Europas größtem Tourismuskonzern diesen Sektor verantwortet, hat in den vergangenen Monaten ein neues Konzept erarbeitet. Wesentliche Grundlage dafür war eine Einigung der TUI mit der Pilotengewerkschaft Cockpit, wonach Flugzeuge und Piloten der Hapagfly künftig für beide Gesellschaften fliegen dürfen.
aus http://www.welt.de/data/2006/09/01/1018252.html vom 01.09.2006

Das ist übrigens die Voraussetzung für die schon lange geplante Fusionierung beider Unternehmen, die jetzt wohl im nächsten Jahr "vollendet" werden kann.

Gruß
Carsten
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Geändert von Carsten Mattner (2006-11-16 um 01:21 Uhr)
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Alt 2006-11-16, 01:43   #6 (permalink)
 
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Also wie es früher war kann ich nicht sagen, aber ich kenne zwei Piloten von HLF. Den ersten Dienstplan eines HLF-Piloten habe ich im August gesehen. Und in dem war es schon so, dass HLF sowie HLX geflogen wurden.
Werde bei Gelegenheit mal nachhaken, wie es früher aussah.
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Gregor Deister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2006-11-16, 13:06   #7 (permalink)
 
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Es gibt keine HLX - Piloten!
Die sind entweder von der HLF oder eben von germania, die ja die HLX-Flieger betreiben, die nicht von der HLF kommen, also alle B737-700 und Fokker 100.

Einen Tausch gibt es hin und wieder, zum Beispiel leiht Germanwings der CondorBerlin zur Zeit ein paar Kapitäne aus, wohingegen in umgekehrter Richtung ein paar F/Os bei Germwanwings Dienst tun.
Aber das ist ja auch der selbe Konzern und die Unterschiede können da geregelt werden.

Frank
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Alt 2006-11-16, 14:41   #8 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von FrankSasse Beitrag anzeigen
Einen Tausch gibt es hin und wieder, zum Beispiel leiht Germanwings der CondorBerlin zur Zeit ein paar Kapitäne aus, wohingegen in umgekehrter Richtung ein paar F/Os bei Germwanwings Dienst tun.
Aber fliegen sie einen Tag hier und einen Tag dort?

Mein Bruder ist Pilot bei DLH. Er war einmal (mit seiner Zustimmung) für sechs Monate an die HLF ausgeliehen. Davor musste er aber eine Umschulung machen und die Prozeduren der HLF lernen. Als er zur DLH zurück kehrte musste er dort einen Simulatorcheck machen, bei dem er die DLH Prozeduren wieder auffrischte.

Während dieser Zeit flog er nicht abwechselnd HLF und DLH, sondern ausschliesslich HFL.

lG,
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Heber Ferraz-Leite, AUA234
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Alt 2006-11-16, 14:49   #9 (permalink)
 
Benutzerbild von FrankSasse
 
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Nein, täglich wechseln is nich!

Das ist ja auch für die OPS viel zu umständlich, das würde ja gar nicht gehen!
Man denke nur mal an kurzfrist6ige Umplanung, große Verspätung am Abend, Stand-by etc.

Die sind da für ca 3 Mnate, dann gehts wieder zurück.
FrankSasse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2006-11-16, 20:22   #10 (permalink)
 
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Wenn ich mich nicht irre, so sind die allgemeinen (also nicht typ-spezifische) Procedures bei GWI, DLH und CFG doch identisch. Und die SOP's bei der GWI dürften die gleichen sein wie auf der Airbus Narrow Body Flotte der DLH und CFG - da ist ein Austausch wesentlich einfacher! Im Prinzip ändert sich nur das Callsign

Geändert von Mark Foti (2006-11-17 um 00:01 Uhr)
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