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| Sonstige Simulatoren Fragen zu anderen Simulatoren (PS1.3, Fly!, usw.) |
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| Registriert seit: 2005-03-25
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| Hallo! So, am Wochenende kam ich in den Genuss eines Gutscheines im Wert von 239 €, genannt FunFly, für eine 3-stündige Simulation eines A320 bei der Firma SimuCom in Dortmund, Hannöversche Straße 22 C. Infos gibt's unter www.worldwings.de. Da es im Internet keinerlei Erfahrungsberichte gibt, möchte ich an dieser Stelle etwas ausführlicher werden. Man bucht über einen Reiseveranstalter oder zahlreiche andere Anbieter, erhält einen Gutschein und Infos und bezahlt. Danach gibt's ein E-Mail mit einem Freischaltcode für den Gutschein. Termine, in der Woche als auch am Wochenende, könnt ihr monatlich aktualisiert im Internet einsehen und buchen. In Dortmund, etwas versteckt, aber gut in den Infos beschrieben, findet ihr die Räumlichkeiten der Firma SimuCom im 1. Stock eines Bürogebäudes. Die ganze Anmelderei und der Empfang sind gut, freundlich und korrekt. Was ist Scheiße fand, dass niemand mir gesagt hat, dass direkt bei Ankunft ein mehrseitiger Vertrag vorgelegt wird, der zu unterschreiben ist. Da ich etwas vom Fach bin, kann ich sagen, dass der Inhalt wohl OK ist, wenn auch Fehler enthalten sind. Im Wesentlichen geht es um Schadensersatz, Nutzung des Simulators, Ausweichtermine etc. Ich habe unterschrieben, war aber nicht begeistert. Das störte den Genuss enorm. Dann das 2. Formular: Eine Erklärung zur Sicherheitseinweisung war zu unterschreiben - die übrigens nicht erfolgt ist. Beide Dokumente habe ich euch im Internet bereit gestellt (). Da man den Simulator zu zweit besetzt (Pilot und Co) musste ich auf meinen Zweiten warten, wodurch wir erst mit 25 minütiger Verspätung anfingen. Wäre er gar nicht gekommen, hätte die SimuCom einfach verschieben dürfen - lt. Vertrag! Fand ich auch nicht doll. Allerdings: Kaffee wurde angeboten. In diesem 1. Stock befindet sich ein Büro, eine Aufenthaltsecke mit Bar, Zeitschriften und allerlei Dingen zum Kaufen, Schulungsplätze für Piloten etc. und eben der Simulator A320. Angeblich verdient die Firma hauptsächlich Geld mit Vorbereitungskursen für Accessments für Piloten. Wir wurden dann von einem Piloten - es sind verschiedene im Einsatz für die Firma - in einem ca. einstündigen Briefing eingewiesen in Navigation, Flugzeugkunde, Instrumentenkunde etc. Wie fand ich das als jemand mit einer abgebrochenen Fluglotsenausbildung: Klasse! Er hatte ein ziemliches Tempo drauf und benutzte auch unser Vokabular. Wäre ich nicht vom Fach gewesen, hätte er sich sicher angepasst. Wer die Instrumente des A320 kennt und fliegen kann, für den ist es eben eine Wiederholung. Wer absolut neu ist, bekommt eine geballte Ladung! Der Pilot selbst (Eurowings) war freundlich und unterrichtete sehr engagiert. Danach war Pause. Kaffee wurde angeboten. Wichtig: Es handelt sich um einen sog. fix base full scale Simulator. Um es deutlich zu sagen: Das Ding bewegt sich nicht! Ihr findet da ein Original-Cockpit eines A320 in einem kleinen dunklen Raum. Hinter uns saß der Pilot an den Bedieninstrumenten für den Simulator. Wenn ihr aus den Scheiben schaut, blickt ihr in den vorderen Teil des kleinen Raumes auf eine Leinwand. Die Szenerie wird also nicht etwa in den Scheiben des Fliegers dargestellt oder an mehreren Seiten. Das fand ich grenzwertig. Sicher konzentriert man sich meist auf die Instrumente, aber Höhenangst oder das dolle Gefühl einer Kurvenlage bekommt man auch nicht gerade, wenn man nach vorne schaut. Die Graphik ist nicht berauschend (s. Beispiele im Internet). Sound wird eingespielt. Rumfliegen kann man auf der ganzen Welt - theoretisch. Der Pilot suchte allerdings für unser etwas aus. Wettertools wurden n icht eingesetzt, soll angeblich aber gehen. Und dann ging's los: Start in München, auf 3000 f, Klappen, Leistungseinstellung, Fahrwerk, weiter auf FL240, drehen, sinken, drosseln, Fahrwerk etc. So, wie ihr das auch aus dem Simulator auf eurem PC kennt. Der Pilot von SimuCom erteilt dabei von hinten Anweisungen, die ihr ausführen müsst. Die Aufgabenteilung sieht allerdings vor, dass der Pilot (1. Kunde) nur steuert, womit die meisten auch bedient sein dürften, und der CO-Pilot (2. Kunde) Fahrwerk, Leistung und Landeklappen bedient. Alles andere wird automatisch eingestellt. Für den CO-Piloten gibt es dabei zu wenig zu tun, wie ich fand. Nach einer Stunde (50 Minuten) wurde gewechselt - nach einer Pause - Kafffee wurde angeboten. Um es deutlich zu sagen: Die Zeit vergeht wie im Fluge. Für mich ein Argument gegen das 20-Minuten-Produkt der Lufthansa in Frankfurt oder Bremen oder Berlin (http://www.proflight-bremen.de/deu/home.html), wo man für mehr Geld, in einem besseren, echten Simulator, leider jeden Sitz nur 20 Minuten besetzen darf. Wie gesagt, dann folgten ca. 55 Minuten auf dem Sitz des CO-Piloten. München - Friedrichhafen - Touch-and-go - Konstanz. Gleiten im Leerlauf, Nase hoch, Nase runter, alles mögliche wird getestet. Die Ansagen des betreuenden Piloten, also der Ton waren etwas gewöhnungsbedürftig. Nicht aus Unfreundlichkeit, sondern aus tollem Engagement resultierten die manchmal etwas deutlichen und lautstarken Ansagen oder Beurteilungen der soeben vollendeten Flugmanöver. Für mich allerdings kein Problem. Wer sich interessiert und Fragen stellt, begegnet einem mitteilungsfreudigen, engagierten Betreuer, mit dem man gerne im Fachjargon redet. Scheiße fand ich, dass er während der Simulation mehrfach und minutenlang den Simulator verließ, um zu rauchen, und dabei auch noch die Tür einen Spalt offen stehen ließ. Letzteres geschah auch mehrfach, wenn er selbst anwesend war. Das Licht von hinter verdirbt den Eindruck der Simulation! Wer 13 € extra bezahlt, bekommt einige Bilder auf CD, die der Betreuer während der Simulation von hinten mit einer Digi-Cam aufnimmt. Fand ich völlig überzogen im Preis. Einen negativen Touch bekam der Abschlus auch, weil doch dann allen Ernstes die Getränke noch abkassiert wurden ("Kaffee wurde angeboten"). Liebe SimuCom, wenn man 239 € zahlt, dann finde ich es billig, unnötig und unklug, sich für drei Kaffee auch noch 3 € geben zu lassen. Fazit: Es gibt keine wirklich Alternative! Der Simulator der Lufthansa ist teurer, aber auch viel besser. Ich saß selbst schon drin. Die beiden kann man nicht vergleichen. Dadurch, dass das Lufthans-Teil bewegt wird, ein völlig geschlossenes Cokpit darstellt und die Graphik direkt vor dir ist, ist die Simulation perfekt. Allerdings m.E. zu kurz, um richtig Spaß zu haben. Wer reines An- und Abfliegen üben will, die Steuerung erleben will, Instrumente nutzen will, der kann das auch zuhause an seinem PC ganz gut. Wenn ich den Sound aufdrehe, den Raum abdunkle und die Kinder rauswerfe, gehe ich auch voll auf (incl. Lotsen von VACC-SAG). In der Hinsicht bringt SimuCom nicht viel. Auch, wie gesagt, nicht in Sachen Graphik. Wer aber einfach mal nur die Größe eines echten Cockpits erleben will, der zahlt eben mit 239 € relativ viel in Dortmund. Wer keine Ahnung hat vom Fliegen, also nicht großartig lange navigieren und steuern möchte, sondern einmal kurz das Feeling eines Piloten im Cokpit haben möchte, der ist bei der Lufthansa besser aufgehoben. Kurz, teuer, aber geil. Ich hoffe, die Infos helfen euch. Das Deutsch ist nicht vom Besten, aber hoffentlich erträglich - keine Zeit. Ich habe versucht, relativ objektiv zu berichten. Bei Fragen meldet euch einfach. Guten Flug!!! Eddi
__________________ Eddi aus dem Sauerland fliegt VOZ733 (Virgin 733) und ist als Pilot natürlich registrierter Knochenmarkspender (http://www.dkms.de/noflash.html) und Organspender (http://www.organspende-kampagne.de/) |
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Hallo Edgar, ich hatte letzten Sommer dank meinem Vater auch so einen Flug. Unser Pilot ( auch Eurowings) wusste es genau mich (mit einigermaßen erfahrung) und meinen Vater( keine Erfahrung) perfekt einzuweisen. Alles in allem fang ich es richtig geil und falls ich die zeit finde stell ich ma n paar bilder rein. P.s : Sag mal, war bei dir dieser Fahrwerkshebel auch a bissl kaputt? Glaube wir hatten den selben piloten.. schwarze Haare?? Ging aber auch immer zu rauchen raus.
__________________ Gruß Jonas Arndt |
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| Registriert seit: 2005-03-25
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Hi! War wohl derselbe. Der Fahrwerkhebel fukntionierte aber. Er freute sich wie ein König, dass ich erkannte, dass das Fahrwerk nicht korrekt ausfuhr, obwohl ich den Hebel (auf seine Anweisung hin) betätigte. Immer schön auf Grün achten!! Eddi
__________________ Eddi aus dem Sauerland fliegt VOZ733 (Virgin 733) und ist als Pilot natürlich registrierter Knochenmarkspender (http://www.dkms.de/noflash.html) und Organspender (http://www.organspende-kampagne.de/) |
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| | #4 (permalink) |
| Registriert seit: 2007-09-14
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Ich war auch schon da, weniger begeistert und weniger bezahlt, weil kein Full Motion. Die Gutscheine hatte sie damals über ebay verkauft, flog da aber als Power Seller raus. Eigentlich gibt es da nur 1 Piloten, seine Frau macht die GF. Bei mir brannte es im Cockpit. |
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