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ASRC - Advanced Simulated Radar Client Ein Radarclient, der reale amerikanische ATC-Konsolen simuliert

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Alt 2003-11-25, 21:51   #1 (permalink)
 
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Standard FAQ - VSCS (neue Version für ASRC 1.1)

ASRC FAQ - VSCS Teil 1

In dieser FAQ geht es um das VSCS (=Voice Switching & Control System) der aktuellen ASRC Version 1.1. Einige der Punkte wurden bereits in der alten FAQ für Version 1.0 besprochen. Trotzdem werde ich hier noch einmal darauf eingehen, da es mit ASRC 1.0 häufig zu Voice-Probleme kam und so die meisten Controller VSCS komplett abgeschaltet hatten. Die alte FAQ wird also durch diese Version komplett ersetzt.


GRUNDKONFIGURATION
Obwohl der eigentlich Voice-Client nun direkt in ASRC integriert ist gestaltet sich die Konfiguration sehr einfach. Die grössten Probleme werden vermutlich Benutzer von Routern haben, um den benötigten Port korrekt zu forwarden, damit auch Ground-to-Ground-Kommunikation einwandfrei funktioniert. Dazu später mehr.

Soundkarte(n) auswählen
Nach dem ersten Start von ASRC sollte man sich direkt zur Audio Configuration begeben, zu finden unter Options > Audio. Wenn der Rechner mit mehreren Soundkarten oder auch USB-Headsets ausgerüstet ist kann man hier einstellen, an welche Karte man Headset, Lautsprecher und Mikrofon angeschlossen hat. Verfügt der Rechner nur über eine Soundkarte, dann stellt man einfach bei Headset Device und Speaker Device das gleiche Gerät ein. Im folgenden Beispiel ist ein Headset an die Onboard-Soundkarte (SoundMAX) angeschlossen und normale Lautsprecher an die Soundblaster Audigy:



Anschliesend klickt man auf Test Audio und es folgt ein Mikrofon-Test, wie er vielleicht schon von AVC bekannt ist. Damit die automatische Regelung des Mikrofonpegels richtig funktioniert wird zuerst mehrere Sekunden "Stille" aufgenommen. Dabei sollte man am besten die Luft anhalten :-), denn schon ein Schnaufen in's Mikrofon kann ein falsches Ergebnis liefern.

Danach werden mehrere Sekunden normale Sprache aufgezeichnet, und anschliessend mit der "Stille" verglichen. Ist die Differenz der Lautstärke beider Aufnahmen zu gering (Mikrofon zu leise oder zu viele Störgeräusche) sollte man versuchen den Mikrofonpegel im Soundkarten-Mixer stufenweise zu erhöhen. Entsprechend sollte man den Eingangspegel verringern wenn sich ASRC über ein zu lautes Signal beschwert. Mit den hier verwendeten Soundkarten hat sich eine Einstellung von 50% für den Eingangspegel beim Soundkarte-Mixer sowie ein ausgeschalteter 20 dB Mikrofon-Boost als ideal erwiesen.

Aber auch wenn man den Audio-Test nicht mit positivem Ergebnis abschliessen kann ist das noch kein Grund zur Sorge, denn das Voice-System von ASRC funktioniert trotzdem! In so einem Fall sollte man die Verständlichkeit einfach mit einer "lebenden Gegenstelle" ausprobieren und den integrierte Audio-Test ignorieren.

Den Regler Output Volume sollte man erst einmal in der Voreinstellung belassen und bei Bedarf im späteren Controller-Betrieb entsprechend nachjustieren. Er regelt sowohl die Lautstärke für das Headset als auch für die angeschlossenen Lautsprecher und ist unabhägig vom Audio-Test.


PTT-Taste definieren
Nun ist ein guter Zeitpunkt um die gewünschte Sprechtaste festzulegen. Bei ASRC 1.0 ging das mit dem Befehl ".rwkey". Da nun kein Roger Wilco mehr verwendet wird wurde der Befehl auch entsprechend umbenannt ;-) und nennt sich jetzt .ptt (=Push To Talk). Um eine Taste als PTT festzulegen gibt man auf der Eingabezeile von ASRC als ".ptt" ein, bestätigt den Befehl mit [ENTER] und drückt anschliessend die gewünschte PTT-Taste auf dem Keyboard (Maus- und Joystick-Buttons werden nicht unterstützt).

Hinweis: Bei der Verwendung von Windows 98 oder Windows ME kommt es zu Problemen, wenn man eine der STRG- bzw. CTRL-Tasten als PTT definiert. Auch wenn man z. B. nur die jeweils rechte Taste definiert, spricht ASRC dann auch auf die entsprechende linke Taste an. Hier sollte man dann besser eine Taste wählen, die nur einfach vorhanden ist, wie z. B. Scroll-Lock ("Rollen"). Unter Windows 2000 und Windows XP existiert dieses Problem nicht.

Nach dem Definieren der PTT-Taste sollte man ASRC neu starten. Zwar ist dies nicht unbedingt nötig, es wurde aber schon berichtet dass die Taste ansonsten nicht funktioniert (konnte von mir bisher nicht nachvollzogen werden).


Sounds festlegen
Dieser Schritt ist optional, wird aber drigend empfohlen. Unter Options > Sounds sollte man sich zwei Sounds für Intercom Call und Override Call definieren, damit man später auch mitbekommt, wenn man angerufen wird. Beim Override-Modus hat man zusätzlich eine optische Anzeige in der Controller Liste (dazu später mehr), beim Intercom-Modus fehlt diese jedoch, d. h. der hier eingestellte Sound ist die einzige Möglichkeit über einen eingehenden Anruf informiert zu werden.


Router und Firewall konfigurieren
Der letzte Schritt der Grundkonfiguration ist von der verwendeten Internet-Konfiguration abhängig. Verwendet man eine Firewall und ist direkt mit dem Internet-Verbunden (z. B. über das DFÜ-Netzwerk), so muss man lediglich auf der Firewall einen entsprechenden Eintrag für ASRC vornehmen, damit dieser eingehende Verbindungen aus dem Internet annehmen darf. Dabei wird der UDP-Port 3290 verwendet.

Ist der Rechner nicht direkt mit dem Internet verbunden sondern greift über einen Router darauf zu, so muss man dort zusätzlich ein Port-Forwarding einrichten, damit eingehende Verbindungen aus dem Internet auf den ASRC-Rechner im lokalen Netzwerk weitergeleitet werden. Auch hier muss lediglich der UDP-Port 3290 weitergeleitet werden. Wie man das genau konfiguriert ist von Router zu Router unterschiedlich und würden den Rahmen dieser FAQ sprengen.


VSCS-Panel
Nun ist die eigentlich Grundkonfiguration abgeschlossen und man kann mit dem Einrichten der einzelnen Voice-Verbindungen beginnen. Sowohl die Kommunikation mit Piloten (=Air-to-Ground = A/G) als auch die Kommunikation der Controller untereinander (=Ground-to-Ground = G/G) wird über das VSCS-Panel gesteuert. Dieses lässt sich durch Drücken der Tabulator-Taste öffnen, alternativ kann man auch VSCS > Show/Hide auswählen. Wer über mehrere Bildschirme verfügt kann durch Eingabe von .vscs das Panel in einem eigenen Fenster öffnen und so auf einen zweiten Bildschirm verschieben.

Das VSCS-Panel besteht aus vier Seiten, die sich über den Button SCRN ALT direkt auswählen lassen:



Wie man sieht gibt es jeweils zwei Seiten für A/G und G/G. Hat man eine der Seiten ausgewählt so kann man mit dem Button A/G ALT bzw. G/G ALT zwischen Seite 1 und Seite 2 des jeweiligen Modes umschalten. Welche Seite gerade aktiv ist lässt sich an der Beschriftung oberhalb des SCRN ALT-Buttons erkennen.


A/G - Air-to-Ground
Beginnen wir mit der A/G-Konfiguration und wählen dazu die Seite A/G 1 aus. Im oberen Bereich des Fenster finden wir 12 leere Felder. Jedes Feld stellt eine eigenen Kommunikations-Kanal dar, d. h. auf den zwei Seiten können maximal 24 Kanäle definiert werden. Am unteren Fenster-Rand finden wir folgende Buttons:



SCRN ALT und A/G ALT wurden bereits besprochen, zu den anderen Funktionen kommen wir später. Am wichtigsten ist der Button BUTN CNFG. Wie der Name schon vermuten lässt lassen sich damals die einzelnen Kanäle konfigurieren. Wir klicken auf BUTN CNFG und anschliessend auf eines der Felder und es öffnet sich folgende Eingabemaske:



Die Bedeutungen der einzelnen Felder erklären sich eigentlich von selbst:

Bei Frequency wird die "Text-Frequenz" des Kanals eingestellt. Die Frequenz sollte immer mit drei Nachkommastellen angegeben werden, und wie auch schon bei Pro Controller ist durch einen Bug in der Squawkbox darauf zu achten, dass die letzte Stelle eine "0" ist (aus 128.025 wird 128.020).

ID ist die Beschrifung des Buttons und hat ansonsten keine weitere Bedeutung.

Voice Server sollte selbsterklärend sein :-) Neu in ASRC 1.1 ist, dass man nun für jeden Kanal einen anderen Voice-Server angeben kann.

Voice Channel wird zusammen mit dem angegebenen Voice-Server verwendet, um die Variablen $myrw und $mypvtrw zu belegen. In diesen Fall würde also "rw5.vacc-sag.org/EDDM_V_APP" in der ATIS erscheinen. SAG-Standard ist es, dort das eigene VATSIM-Callsign anzugeben. Auf keinen Fall sollte man mehr als 10 Zeichen verwenden, da sonst Addons wie RWControl nicht mehr korrekt funktionieren.


Primäre Frequenz festlegen
Schliesst man den Dialog mit OK so werden die Einstellungen gespeichert und der neu angelegte Kanal wird im VSCS-Panel mit Frequenz und ID angezeigt. Hat man alle benötigten Kanäle konfiguriert sollte man als nächstes seine primäre Frequenz festlegen. Dazu klickt man auf den Button PRIM FREQ und anschliessend auf den primären Kanal:



Wie auch schon bei ASRC 1.0 besteht jeder Kanal aus drei Teilen: im linken Drittel befindet sich der Sender, im rechten Drittel ist der Emfpänger, und dazwischen befindet sich das Voice-Modul. Bei der primären Frequenz sind Sender und Empfänger immer automatisch aktiviert. Damit wir auch per Voice erreichbar sind müssen wir nun noch die Verbindung zum Voice-Server aufbauen. Das funktioniert nur, wenn wir uns vor bei VATSIM eingeloggt haben. Also loggen wir uns zum Testen als Observer ein und klicken anschliessend auf den mittleren Voice-Button:



Nun sieht man im Status-Fenster, wie die Verbindung zum Voice-Server aufgebaut wird. Dort gibt es drei mögliche Meldungen: Bei TRY wird versucht eine Verbindung aufzubauen und bei OK war der Versuch erfolgreich. Ist ein Server nicht erreichbar oder deaktivieren wir eine Voice-Verbindung, dann erscheint eine FAIL Meldung.


Kanäle (de)aktivieren
Möchte man nun weitere Kanäle aktivieren, so klickt man einfach auf den Sender bzw. Empfänger des jeweiligen Kanals - je nachdem ob man auf einer Frequenz nur empfangen möchte oder auch darauf senden. Für Voice ist jeweils der gleiche Modus eingestellt wie für Text, d. h. wenn nur der Empfänger aktiviert ist und man schaltet die Voice-Verbindung dazu, dann wird auch darüber nur empfangen und nicht gesendet. Am besten lässt sich das an einem Beispiel erklären:



Auf der primären Frequenz 128.020 sind Sender und Empfänger automatisch aktiviert, eine Voice-Verbindung besteht ebenfalls. Zusätzlich ist auch 120.770 (South Arrival) komplett aufgeschaltet, da der Controller dort gerade offline gegangen ist und wir seinen Traffic übernommen haben. Bei CTR (124.050) und TWR (118.700) haben wir die Empfänger für Text und Voice aktiviert, um ein bischen zuzuhören :-)

Ebenfalls erkennen kann man, dass auf 128.020 gerade ein Signal empfangen wird. Bei Senden leuchten die entsprechenden aktiven Sender ebenfalls Orange auf, so dass man leicht kontrollieren kann auf welchen Frequenzen man nun tatsächlich übertragt.

Zusätzlich zur Anzeige im VSCS-Panel hat man auch eine Frequenz-Übersicht am unteren Bildschirm-Rand, direkt über der Eingabe-Zeile:



Die Farbe der Frequenz stellt den Zustand der Text-Kommunikation da: bei gelber Schrift ist nur der Empfänger aktiv, bei orangener Schrift nur der Sender, und bei grüner Schrift sind beide Seiten aktiv. Das Kästchen um die Frequenz ist Status-Anzeige der Voice-Verbindung. Rot bedeutet, dass keine Voice-Verbindung besteht. Bei einem grünen Rahmen wurde eine Verbindung hergestellt, und wenn wir gerade senden ändert sich die Farbe auch hier in Orange.


VOICE ROUTING
Die folgenden Funktionen sind nur dann von Bedeutung, wenn man wie oben beschrieben unterschiedliche Soundkarten für Headset und Lautsprecher ausgewählt hat. Für einzelne oder alle Kanäle lässt sich damit festlegen, auf welcher Soundkarte die empfangenen Signale ausgegeben werden. Befindet sich nur eine Soundkarte im System, so haben die hier beschriebenen Funktionen keine Auswirkung.


R/T ON - R/T OFF
Der Button R/T OFF befindet sich direkt neben dem Status-Fenster für Voice. Durch klilcken auf den Button ändert sich der Status zu R/T ON und es werden alle Voice-Signale und eingestellten Sounds über die Lautsprecher ausgegeben. Das ist vor allem dann praktisch wenn man nur wenig Verkehr hat und den Ohren eine Headset-Pause gönnen möchte :-)

Schaltet man zurück auf R/T OFF so werden die eingestellten Sounds (Handoff, Conflict, etc.) weiterhin über die Lautsprecher ausgegeben, Voice-Signale und Ground-to-Ground Anrufe landen aber wieder wie gewohnt auf dem Headset. Mit den folgenden beiden Funktionen kann man nun weitere "Feineinstellungen" vornehmen:


MAN VOICE ROUTE
Mit dem Button MAN VOICE ROUTE lässt sich für jeden aktivieren Kanal einzeln festlegen, ob dessen Signale auf dem Headset oder über die Lautsprecher ausgegeben werden sollen. Dazu klickt man zuerst auf MAN VOICE ROUTE und anschliessend auf den Voice-Button des jeweiligen Kanals. Dort erscheint die aktuelle Einstellung als HDSET für Headset bzw. SPEAK für die Lautsprecher. Leider werden diese Einstellungen nicht gespeichert, so dass man sie nach jedem ASRC-Start neu vornehmen muss.




AUTO VOICE ROUTE
Mit dem Button AUTO VOICE ROUTE schliesslich kann man das automatische Voice-Routing aktivieren (wer hätte das gedacht?). Ist die Funktion aktiviert leuchtet der Button grün. Führt man nun eine Ground-to-Ground-Kommunikation (wie das geht folgt weiter unten), dann werden automatisch alle anderen Voice-Verbindungen auf die Lautsprecher umgeleitet und nur die aktive G/G-Verbindung bleibt auf dem Headset.


Sonstige Funktionen
Schauen wir uns nun noch einmal die Buttons am unteren Rand des VSCS-Panels an:



Mit Ausnahme des Buttons FUNC ALT wurden bereits alle Funktionen besprochen. Dabei handelte es sich um die primären Funktionen, wie an der Beschriftung PRI über dem FUNC ALT Button zu erkennen ist. Klickt man nun auf FUNC ALT, dann werden drei weitere Buttons sichtbar, zu erkennen an der Anzeige ALT:



Mit BUTN CLR lassen sich bereits konfigurierte Kanäle wieder löschen. Zuerst klickt man auf BUTN CLR und anschliessend auf den zu löschenden Kanal. Mit LOAD PAGE und SAVE PAGE lassen sich die konfigurierten Kanäle aus einer Datei laden bzw. abspeichern, wodurch man sich z. B. nach einer Neuinstallation von ASRC sehr viel Arbeit sparen kann. Wichtig ist, dass immer nur die aktuell sichtbare Seite geladen bzw. gespeichert wird, d. h. um alle 24 Kanäle zu laden bzw. zu speichern muss man den Vorgang für jede Seite getrennt durchführen.


Empfohlene Reihenfolge beim Einloggen
Beim Verbinden mit VATSIM sollte man folgendes bedenken:

die primäre Frequenz muss nach jedem Start von ASRC neu eingestellt werden
als User-Name auf dem Voice-Kanal wird das gerade aktive VATSIM-Callsign verwendet
eine Voice-Verbindung kann erst nach erfolgtem Login hergestellt werden
die Variablen $myrw und $mypvtrw funktionieren nur, wenn die primäre Frequenz festgelegt wurde und eine Voice-Verbindung besteht
die Variable $radioname() funktioniert nur, wenn die primäre Frequenz festgelegt wurde (und im POF vorhanden ist)
die Variable $altim() (und einige andere) funktionieren nur, wenn man zuvor das entsprechende Wetter mit .QD oder .WX abgerufen hat

Da man sich sowieso immer zuerst als Observer einloggen sollte um sich mit den anderen Controllern abzustimmen, ergibt sich dadurch folgende empfohlende Reihenfolge beim VATSIM-Login:

als Observer einloggen
primäre Frequenz festlegen
Wetter abrufen bzw. im CRD einblenden mit .QD (F2)
ATIS entsprechend dem Wetter anpassen (evtl. Centerline aktivieren)
als Controller einloggen
Voice-Verbindung aktivieren
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Christoph Winkler
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Alt 2003-11-25, 21:52   #2 (permalink)
 
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Standard

ASRC FAQ - VSCS Teil 2

G/G - Ground-to-Ground
Im zweiten Teil dieser FAQ geht es um die Ground-to-Ground Kommunikation. Für die meisten Controller dürfte dieses Kapitel Neuland sein, da die entsprechenden Funktionen zwar auch schon in ASRC 1.0 vorhanden waren, aufgrund zahlreicher Bugs und einer schlechten RW-Implementierung jedoch meistens nicht funktioniert haben. Bevor es um die Konfiguration und Benutzung von G/G geht möchte ich daher zuerst einmal die unterschiedlichen Kommunikations-Methoden erklären: Intercom, Monitor und Override.


INTERCOM
Der Intercom-Modus ist im Prinzip mit einem Telefon vergleichbar - zumindest was den Verbindungsaufbau angeht. Nehmen wir an Controller A möchte eine Intercom-Verbindung zu Controller B aufbauen. Dazu muss A bei B mit einer der möglichen Methoden anrufen (welche das sind folgt weiter unten). Bei Controller B klingelt es nun, d. h. es wird der eingestellte Intercom-Sound abgespielt. Nun muss Controller B den Anruf annehmen, und sobald die Verbindung steht können beide miteinander reden.

Zum Sprechen müssen beide Seiten jeweils die PTT-Taste drücken. Das entspricht übrigens auch den realen Systemen wie z. B. bei der DFS. Dort befindet sich die PTT im Hörer, und gewählt wird über ein Touchpad bzw. TID (=Touch Input Device). Zum Trennen der Verbindung muss auf einer Seite (welche spielt hier keine Rolle) die Release-Funktion betätigt werden (auch hier gibt es wieder mehrere Möglichkeiten).

Während die Verbindung besteht können beide Controller nicht mit ihren Piloten sprechen, denn die PTT-Taste wird ja nun für das Telefon verwendet. Der Empfang von anderen Kanälen ist aber nach wie vor möglich. Je nach Einstellung von MAN VOICE ROUTE und AUTO VOICE ROUTE werden die Signale zusammen mit der Intercom-Verbindung auf dem Headset oder aber getrennt über die Lautsprecher ausgegeben.

Damit man nun nicht jedes Mal die Verbindung komplett trennen und neu aufbauen muss, wenn man kurz mit einem Piloten sprechen muss, gibt es den sogenannten HOLD-Modus. Dabei bleibt die Verbindung zwar bestehen, wird aber stumm geschaltet, und die PTT-Taste ist auf beiden Seiten wieder für die Kommunikation mit den Piloten zuständig. Auf Knopfdruck kann die Verbindung dann jederzeit wieder reaktiviert werden, ohne dass ein erneuter Anruf nötig ist.


MONITOR
Die Monitor-Funktion dient ausschliesslich zum Zuhören. Natürlich könnte man dazu auch einfach Roger Wilco oder AVC auf den entsprechenden Kanal einstellen, aber zum einen hört man dann evtl. nicht das gleiche was auch der "belauschte" Controller hört (unterschiedliche Lag- bzw. Broken-Situationen), und zum anderen ist es so nicht möglich Intercom- oder Override-Gespräche mitzuhören, was bei Checkouts oder Training ganz nützlich sein kann.

Damit hätten wir auch schon die beiden primären Anwendungen für die Monitor-Funktion: zum einen können sich neue Controller bei einem erfahrenen Controller einklinken, um so z. B. auch die Intercom-Phraseologie zu lernen, und zum anderen können sich die Prüfer beim Checkout direkt beim Prüfling aufschalten und hören exakt das gleiche, was dieser auch hört - inkl. Intercom- und zum Teil auch Override-Gesprächen.


OVERRIDE
Während zur Kommunikation in der realen Flugsicherung in Deutschland (oder gar Europa) ein System ähnlich dem Intercom verwendet wird, gibt es in USA und Canada ein System namens Override. Ziel soll es sein, den Controller der angerufen wird zu entlasten. Das ist sicherlich auch für VATSIM von Vorteil, denn hier sitzt ja in der Regel nur ein Lotse vor dem Schirm, während in der Realität meist ein zweiter Coordinator vorhanden ist. Wie kann man den Controller nun entlasten?

Nehmen wir noch einmal das Beispiel von weiter oben. Controller A möchte mit Controller B sprechen. Controller B ist aber gerade im Stress und hat keine Zeit das Gespräch anzunehmen. Die PTT-Taste kann er auch nicht drücken zum Telefonieren, denn die braucht er gerade um mit den Piloten zu reden. Genau hier setzt nun der Override-Modus an. Auf der Seite von Controller A ändert sich nichts. Er muss wie gewohnt eine Verbindung zu Controller B aktivieren und zum Sprechen seine PTT-Taste drücken.

Sobald nun aber der Ruf bei Controller B eingeht, wird dieser quasi automatisch angenommen und lediglich durch den eingestellen Override-Sound signalisiert. Damit Controller B nun weiterhin nicht die PTT-Taste zum telefoniern drücken muss, wird sein Mikrofon hot geschaltet, d. h. alles was er spricht wird ungeschnitten an Controller A gesendet (inkl. Atmen, Tippen, Rülpsen *g*, etc.). Weiterhin hört nun Controller A alles, was Controller B gerade über seine eingestellten Kanäle emfpängt und kann so abschätzen, wann ein günstiger Zeitpunkt ist, um Controller B anzusprechen.

Controller A drückt nun die PTT-Taste um mit Controller B zu sprechen. Controller B kann dann entscheiden ob er Controller A antworten möchte (ohne die PTT zu drücken) oder ob er erst noch mit einem Piloten sprechen muss (mit gedrückter PTT). Wenn die Koordination beendet ist kann Controller A die Verbindung mit der Release-Funktion beenden. Controller B hat keine Möglichkeit, die Verbindung zu trennen.

Damit sich nun nicht jeder beliebige Controller mit Hilfe der Override-Funktion in das eigene Mikrofon einschalten kann und so die Privatsphäre stört ;-) gibt es im Display-Control Panel (DC) von ASRC den Schalter MUTE. Ist dieser aktiviert, dann bleibt das Mikrofon im Override-Modus stumm, d. h. in obigem Beispiel hört Controller A nichts. Die restliche Kommunikation mit Piloten und im Intercom-Modus wird durch diese Schalter nicht beeinflusst.


Soviel zur Theorie - nun zur Praxis.....


Vorraussetzungen
Damit die Ground-to-Ground Kommunikation funktioniert müssen einige Vorraussetzungen erfüllt sein. Zuerst einmal muss das Voice-System von ASRC wie in Teil 1 dieser FAQ beschrieben konfiguriert sein. Besonders wichtig ist die korrekte Einstellung eines evtl. vorhandenen Routers, den ohne aktiviertes Port-Forwarding funktioniert eine G/G-Verbindung - wenn überhaupt - nur in eine Richtung. Weiterhin funktionieren sämtliche G/G-Funktionen nur, wenn man als aktiver Controller bei VATSIM eingeloggt ist, d. h. als Observer kann man G/G leider nicht testen.


Intercom-Verbindung aufbauen
Zum Aufbauen einer Verbindung hat man mit Ausnahme der Monitor-Funktion zwei Möglichkeiten: entweder man verwendet einen entsprechenden Befehl auf der Eingabezeile von ASRC zusammen mit der ID des Controllers den man anrufen möchte, oder man konfiguriert sich einen entsprechenden Button im VSCS-Panel. Der Monitor-Modus lässt sich ausschliesslich über das VSCS-Panel aktivieren.

Folgende Controller-Liste soll als Beispiel dienen:



Nun möchte man eine Intercom-Verbindung zu EDDR_V_TWR öffnen. Wenn man die Eingabezeile benutzen möchte, dann gibt man .ic FR [ENTER] ein. .ic leitet einen Intercom-Anruf ein, und FR ist die Controller-ID von Saarbrücken Tower. Alternativ kann man einen entsprechenden Button im VSCS-Panel anlegen, was z. B. ganz praktisch ist wenn man das Panel dauerhaft auf einem zweiten Bildschirm geöffnet hat. Zuerst wählt man über die Funktion SCRN ALT eine der beiden G/G-Seiten aus:



Dort finden sich im oberen Bereich jeweils 25 Buttons, die mit G/G-Verbindungen belegt werden können, ingesamt stehen also maximal 50 Verbindungen über das VSCS-Panel zur Verfügung. Am unteren Rand des Panels finden sich folgende Buttons:



Einige der Buttons wurden bereits im Abschnitt Air-to-Ground besprochen. mit LOAD PAGE und SAVE PAGE lässt sich die gerade geöffnete G/G-Seite laden bzw. abspeichern, und mit G/G ALT kann man auf die zweite G/G-Seite umschalten. Der Button PSN REL ist zur Zeit ohne Funktion (oder zumindest ist mir diese nicht bekannt *g*). Um einen der leeren G/G-Buttons zu konfigurieren muss man zunächst über die Taste FUNC ALT auf die zweite Reihe der Konfigurations-Buttons umschalten:



Mit BUTN CLR lassen sich genau wie auf den A/G-Seiten bereits konfigurierte Verbindungen wieder löschen, und mit BUTN CNFG kann man neue Verbindungen einrichten bzw. alte editieren. Dabei erscheint folgende Eingabemaske:



In der Pulldown-Liste werden alle Stationen der gerade aktiven POF-Datei angezeigt. Darunter wählt man die gewünschte Verbindungsart aus. Anschliessend erscheint der neue Button im VSCS-Panel:



Wenn die entsprechende Station nicht online ist oder man als Observer eingeloggt ist, erscheint der Button in grau. Ist man als aktiver Controller eingeloggt und die Station ist auch online (d. h. eine Verbindung kann aufgebaut werden), dann erscheint der Button in weiss. Um nun eine Intercom-Verbindung einzuleiten, klickt man einfach auf den entsprechenden Button im VSCS-Panel. Dieser beginnt nun grün zu blinken. Sobald die Gegenseite die Verbindung angenommen hat, wird der Button dauerhaft grün. Zusätzlich erscheint nun auch der Eintrag in der Controller-Liste grün:




Nun können beide Seiten miteinander sprechen, wobei beide Controller jeweils ihre PTT-Taste drücken müssen. Muss das Gespräch kurz unterbrochen werden, weil z. B. ein Pilot ruft, dann haben beide Seiten die Möglichkeit durch Klicken auf den HOLD Button die Verbindung zu halten. Solange die Hold-Funktion aktiv ist, erscheint der entsprechende Button im VSCS-Panel in gelb:



Um die Verbindung wieder zu aktiveren klickt man einfach auf den gelben Button, der dann wieder grün erscheint. Ist die Koordiniation beendet und man möchte die Verbindung beenden, so muss man lediglich auf den Button RLS (=Release) klicken. Alternativ kann man auch auf der Eingabezeile .rls [ENTER] eingeben. Das Trennen der Verbindung kann von beiden Seiten durchgeführt werden.


Intercom-Verbindung annehmen
Um einen Intercom-Anruf anzunehmen, gibt es nur ein Möglichkeit, und zwar über das VSCS-Panel. Einen Tastatur-Befehl gibt es dazu leider nicht. Geht ein Anruf ein, ertönt zunächst der eingestellte Intercom-Sound. Nun öffnen man das VSCS-Panel, und dort blinkt der Button der anrufenden Station orange. Ist für einen Anrufer kein Button auf einer der G/G-Seiten definiert (z. B. weil man die Station nicht in der POF-Datei hat), dann erscheint der Anruf in einer der vier leeren Felder unterhalb der Buttons:



Um den Anruf anzunehmen klickt man einfach auf den blinkenden Button. Dieser wird nun genau wie auch beim Anrufer grün, und die Verbindung ist hergestellt. Der angerufene Controller hat nun die gleichen Möglichkeiten wie auch der Anrufer: er kann die Verbindung mit dem HOLD-Button parken oder mit dem RLS-Button bzw. durch Eingabe von ".rls [ENTER]" trennen:




Monitor-Verbindung
Um eine Monitor-Verbindung aufzubauen muss man sich zunächst wie oben beschrieben einen entsprechenden Button im VSCS-Panel erstellen. Einen Befehl für die Eingeabezeile gibt es nicht. Klickt man nun auf den entsprechenden Monitor-Button, so ist die Verbindung sofort aktiv und man hört alle Kanäle die der ausgewählte Controller aktiviert hat. Ebenso kann man alle Intercom-Verbindungen mithören. Bei einer Override-Verbindung hört man nur das, was der anrufende Controller sagt, d. h. das Mikrofon ist in diesem Fall nicht hot.



Um eine Monitor-Verbindung zu trennen klickt man entweder auf die RLS-Taste oder man gibt .rls [ENTER] in der Eingabezeile ein. Der Controller der durch die Monitor-Funktion "belauscht" wird hat keine Möglichkeit die Verbindung zu trennen. Beim ihm erscheint der "Lauscher" blau in der Controller-Liste. Ein akkustisches Signal gibt es nicht. Eine Hold-Funktion gibt es ebenfalls nicht und macht auch keinen Sinn, da beide Seiten wie gewohnt mit ihrer PTT-Taste die Piloten ansprechen können.


Override-Verbindung
Die Override-Verbindung schliesslich ist eine Kombination aus Intercom- und Monitor-Bedienung. Um eine Verbindung aufzubauen kann man sich entweder wie oben beschrieben einen entsprechenden Override-Button definieren, oder aber man gibt einen entsprechenden Befehl auf der Eingabezeile ein, z. B. .ov FR [ENTER]. Sobald die Verbindung ausgewählt wird, ist sie auch schon aktiv. Nun sollte man zum einen den angerufenen Controller hören und weiterhin alle Kanäle, die dieser eingestellt hat.

Der angerufene Controller braucht den Anruf nicht anzunehmen, da dies bei einem Override nicht notwendig ist. Wenn ein entsprechender Anruf bei ihm eingeht hört er lediglich den eingestellten Override-Sound und zusätzlich erscheint der Eintrag der anrufenden Station rot in der Controller-Liste:



Das Mikrofon beim angerufenen Controller ist nun hot geschaltet, d. h. die Gegenstelle hört alles was er sagt, ohne dass er dazu eine Taste drücken muss. Um dies zu unterbinden kann der Controller die MUTE-Funktion aktivieren, die auf dem ASRC-Schirm unter DC (=Display Control) zu finden ist. Ist diese aktiviert, bleibt das Mikrofron im Override-Modus stumm geschaltet, solange der Controller nicht die PTT-Taste drückt um mit einem Piloten zu sprechen.

Der Anrufer muss genau wie bei einer Intercom-Verbindung seine PTT-Taste drücken, um mit der Gegenstelle sprechen zu können. Getrennt werden kann eine Override-Verbindung nur vom Anrufer, und zwar mit einer der üblichen Methoden: entweder durch klicken auf den RLS-Button oder durch den Befehl .rls [ENTER] auf der Eingabezeile.


WICHTIG
Prinzipiell benötigt man das VSCS-Panel für G/G-Kommunikation nur, um einen eingehenden Intercom-Anruf anzunehmen oder eine Monitor-Verbindung aufzubauen. Alle anderen Verbindungen lassen sich über Befehle auf der Eingabezeile aufbauen bzw. trennen. Wenn man sich trotzdem weitere Buttons auf die G/G-Seiten legen möchte, z. B. weil man das Panel dauerhaft auf einem zweiten Bildschirm geöffnet hat, so gibt es einen wichtigen Punkt, den man unbedingt beachten sollte:

Wie weiter oben bereits erwähnt wird zur Konfigurations eines G/G-Buttons die Liste aller Stationen der gerade aktiven POF-Datei angezeigt, d. h. es besteht eine direkte Verbindung zwischen POF und G/G-Buttons. Mit jedem G/G-Button wird nun nicht nur der jeweilge Stations-Name gespeichert, sondern auch alle restlichen Angaben aus dem POF, wie z. B. die Frequenz. Ändert man nun den Eintrag einer Station im POF, so dass er nicht mehr mit den Daten des entsprechenden G/G-Buttons übereinstimmt, dann gefällt das ASRC gar nicht. Versucht man nun einen G/G-Button zu ändern, dann gibt es eine "schöne" Fehlermeldung und ASRC beendet sich :-(

Gleiches passiert wenn man versucht eine fertige G/G-Seite über die LOAD PAGE-Funktion zu laden, die mit einer anderen POF-Datei erstellt wurde. Passen die Einträge nicht 100% zum eigenen POF kommt es zum Absturz. Dieser Bug wurde bereits mehrfach von Beta-Testern beanstandet und ist hoffentlich in der nächsten ASRC-Version nicht mehr vorhanden (bzw. wird es dort vermutlich das POF-System nicht mehr geben).

Als Zwischenlösung bleibt einem keine andere Wahl, als die betroffenen G/G-Buttons zu löschen, bevor man die entsprechenden Einträge in der POF-Datei ändert. Hat man das vergessen und bekommt nun bei jedem Aufruf einer G/G-Seite einen ASRC-Absturz, dann bleibt keine andere Wahl als die G/G-Seiten komplett zu löschen. Dazu löscht man ganz einfach die Dateien GG1.ggp und GG2.ggp im ASRC-Verzeichnis. Beim nächsten Start werden dann automatisch zwei leere Seiten angelegt.
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Christoph Winkler
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ASRC FAQ - VSCS Teil 3

Nachdem die Ground-to-Ground-Funktionen nun hoffentlich bei jedem funktionieren stellt sich natürlich die Frage: was sage ich überhaupt am "Telefon"? Und benutze ich den Override-Modus oder doch lieber Intercom? Bei wenig Traffic spielt das alles noch keine grosse Rolle - da kann man auch mal einen kurzen Plausch abhalten. Aber spätestens wenn man bei einem Event 15 Flieger auf der Welle hat und dringend einen Release vom Nachbar-Sektor braucht bleibt dazu keine Zeit mehr.

Bei der SAG gibt es (noch?) keine generellen Regelungen, wie ein Koordinations-Gespräch abzulaufen hat, und ich glaube auch nicht dass wir so etwas brauchen. Aber ich denke dass wir uns zumindest auf ein paar Standards einigen sollten, damit in stressigen Situationen sofort jedem klar ist, wovon geredet wird. Folgende Punkte fallen mir auf Anhieb ein:

Ausser in Situationen mit sehr wenig Traffic sollte der Override-Modus zur Koordination verwendet werden, da er für den angerufenen Controller eine deutliche Entlastung darstellt.
Im Override-Modus sollte der Anrufer mit seiner Anfrage warten, bis sich die gerufene Stelle meldet (z. B. mit "go ahead") und nicht einfach drauf losreden
Wenn sich die Koordination auf einen Flieger bezieht der nicht mehr am Boden steht, dann sollte vor dem Gespräch ein entsprechender Pointout gemacht werden, damit die angerufene Station den Flieger sofort identifizieren kann.

Hier nun mal ein Beispiel wie es im VATSIM-Alltag vorkommen könnte. Ein Pilot (SAG4711) befindet sich in der München FIR unterwegs von Wien in Richtung England über UL610 und fragt nach einem Shortcut direkt nach MAKOB.


Beispiel mit Intercom

EDMM_CTR macht einen Pointout zu EDFF_CTR
EDMM_CTR leitet einen Intercom-Anruf zu EDFF_CTR ein
EDFF_CTR nimmt den Anruf an
EDFF_CTR: Langen Radar, go ahead
EDMM_CTR: München Radar, approval request, position 20 miles east of ALB, SAG4711
EDFF_CTR: SAG4711 identified
EDMM_CTR: flightplan via LANGI VADRU LOHRE TESGA, now requesting direct MAKOB
EDFF_CTR: direct MAKOB approved, NV
EDMM_CTR: danke, CW
EDMM_CTR beendet die Verbindung


Beispiel mit Override

EDMM_CTR macht einen Pointout zu EDFF_CTR
EDMM_CTR öffnet eine Override-Verbindung zu EDFF_CTR
EDFF_CTR meldet sich, sobald Zeit ist
EDFF_CTR: Go ahead München
EDMM_CTR: Approval request, position 20 miles east of ALB, SAG4711
EDFF_CTR: SAG4711 identified
EDMM_CTR: flightplan via LANGI VADRU LOHRE TESGA, now requesting direct MAKOB
EDFF_CTR: direct MAKOB approved, NV
EDMM_CTR: danke, CW
EDMM_CTR beendet die Verbindung


FERTIG :-)

Damit wäre auch diese FAQ komplett. Wie immer sind Anregungen, Kommentare, Wünsche und Fragen aller Art jederzeit willkommen! :-)
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Christoph Winkler
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Alt 2003-11-26, 07:07   #4 (permalink)
 
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war das schon alles ??? :shock:

*indenmercedessteigunddavonras*

gooooooood job (as usuall)
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Alt 2003-11-26, 08:37   #5 (permalink)
 
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Moin.
Danke Christoph, das ist sehr ausführlich und hilft mir weiter!

Eine Frage noch (vielleicht weiss das ja jemand) : Wo kann ich sehen welche Stationen auf meinem Voice-Kanal sind? Oder geht ds mit ASRC 1.1 garnicht ?
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Klaus Koths - EWG1217 / GWI1217 / MQT1217
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Klaus Koths ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2003-11-26, 09:09   #6 (permalink)
 
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Hi,

das geht leider nicht mehr direkt im ASRC, du kannst allerdings auf diverse Server per HTTP zugreifen. Hier ein Auszug aus der RWBS-FAQ:

Code:
 Browsing your RWBS using a Web Browser

You can use an ordinary web browser to access your RWBS host (using port 18009), you can see who is on it. It does not yet offer any administrative capabilities. The basic form of access is

http://<address>18009/[<channel><opt1>&<opt2>];

Where <address> is the IP address or hostname of the RWBS, <channel> is an optional channel name to be viewed (default, or "root" channel assumed), and <opt#> is either an opts= or action= expression (e.g.: opts=-R, opts=-L-R, or action=join1)

For example, if you are running a RWBS on myhost.mydomain.com, accessing

http://myhost.mydomain.com:18009 

using any browser will show you who is on the station's default channel, and provide a clickable link to tune to that channel (using Mark Ia or later clients). If you want to specify a subchannel to be browsed, you can supply a channel name following a / character, e.g.:

http://myhost.mydomain.com:18009/attack
Christoph Piel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2003-11-26, 09:33   #7 (permalink)
 
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Mein Double hat ja inzwischen schon geantwortet :-)

Hier noch die direkten Links zu den 5 SAG-Servern:

rw.vacc-sag.org
rw2.vacc-sag.org
rw3.vacc-sag.org
rw4.vacc-sag.org
rw5.vacc-sag.org

Eine andere Möglichkeit als über das Web-Interface gibt es leider nicht.
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Christoph Winkler
Christoph Winkler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2003-11-26, 09:48   #8 (permalink)
 
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Wow,

aboslute Spitzenklasse Danke Christoph.
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Dieter

Dieter Brugger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2003-11-26, 14:10   #9 (permalink)
 
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Vielen Dank Chris, supi Arbeit!!
Wenn wir Dich und die anderen PC-Fachleute nicht hätten!! Oh je.....
"a Busserl aus Schwaben"

Wolf-Dieter
Wolf-Dieter v. Zezschwitz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2003-11-26, 14:14   #10 (permalink)
 
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Hast du das gestern alles selber gemacht??? Ich bin doch normalerweise immer in EDDR-TWR, habe aber nichts gemerkt :shock: (Hat er jetzt etwa alle meine geheimnisse gehört????) Oder woher hast du Screens? Aber super FAQ.
__________________
Sayonara Felix Schmidt

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